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Chinesen im Zug

2018-03-06      Autor und Fotograf: Wang Fuchun




                                       
Veröffentlicht von Beijing United Publishing Co., Ltd.

 


Von 1978 bis 2014 nahm Wang Fuchun den Zug hunderte Male und reiste mehr als 100.000 Kilometer. Dieser berühmte chinesische Fotograf fotografierte etwa 10.000 Fotos und zeichnete das vielfältige Leben der Chinesen während ihrer Zugreise auf. Dieses Buch enthält 114 Bilder, die er in den 1980er und 1990er Jahren aufgenommen hat, von denen 37 noch nie veröffentlicht wurden.

 

Wang war ein Eisenbahnarbeiter. Diese Erfahrung gab ihm eine besondere Zuneigung für die Eisenbahn. Seine Kamera war immer von Zügen und ihren Passagieren angezogen. Die Schwarz-Weiß-Bilder in seinem Buch zeigen einzigartige Merkmale der Zeit kurz nach Beginn der Reform- und Öffnungspolitik: Mobiltelefone im alten Stil, dauergewelltes Haar und T-Shirts mit Porträts von Filmstars wurden in der Öffentlichkeit gezeigt . Seine Fotos zeigen auch Momente des chinesischen Lebens während einer Reise: Kinder weinen, während sie jemanden sehen, ein Hausierer, der Waren verkauft, und der Abreise-Moment von Paaren. Menschen aus vielen entfernten Orten in China haben sich vorübergehend in Zügen getroffen, unter ihnen war ein Fotograf, der nach einem interessanten Moment suchte. Ein scheinbar normales Aussehen oder Verhalten kann reiche Bedeutung tragen. Seine vielfältigen Bilder führten auf der Eisenbahn ein China ein.

 

Wang schrieb im Vorwort des Buches: "Ich habe mit diesen Bildern meine Gefühle über die unvergessliche Geschichte der chinesischen Eisenbahn Ende des letzten Jahrhunderts aufgezeichnet. Ich hatte das Glück, an der Eisenbahn zu hängen und die Chance zu haben, die sich wandelnden Zeiten aus dieser Perspektive zu fotografieren und die bemerkenswerten Veränderungen in Chinas Eisenbahn seit Beginn der Reform und Öffnung des Landes mitzuerleben. "

 

Yang Shaoming, Vorsitzender der Society of Worldwide Ethnic Chinese Photographers, ist der Meinung, dass "Chinesen im Zug" Sinnbild für Chinas Migrationsgesellschaft ist. Es spiegelt auch die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft wider. In gewisser Weise hat Wang die Gesellschaft und das Leben mit dem dritten Auge des Menschen geröntgt. Lebhaft, authentisch und genau, gewinnen diese Bilder nicht nur Interesse und Sympathie unter den Lesern, sondern sie sind auch wertvolle Aufzeichnungen der Geschichte. Die lebhaften Bilder wurden ausschließlich dank seiner Leidenschaft über einen langen Zeitraum ohne Bezahlung aufgenommen. Er ist eindeutig ein wichtiger Zeuge der Ära seit Beginn der Reform und Öffnung des Landes.

 

Wang lebt jetzt als freiberuflicher Fotograf in Beijing. Er machte in den 1960er Jahren einen Abschluss als Fotograf an der Harbin Normal University. Wang war früher als Fotograf und Redakteur für Harbins Eisenbahninstitut tätig. Er ist Mitglied der Society of Worldwide Ethnic Chinese Photographers und der China Photographers Association. Er hat viele fotografische Serien gedreht, darunter “Chinesen im Zug”, “Chinesische Dampflokomotiven”, “Chinesen in der U-Bahn”, “Tibeter auf dem Weg in den Himmel” und “Bilder von Chinesen in 30 Jahren”. Er hat den Goldenen Preis, den Hauptpreis für Fotografie in China, gewonnen. Seine Arbeiten wurden in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Italien ausgestellt.

 



1998: Mit dem Zug von der Stadt Tongliao nach Ulanqab in dem Autonomen Gebiet Innere Mongolei in Nordchina.




1995: In einem Zug von Xining, Provinz Qinghai, nach Zhengzhou, Provinz Henan.





1994: In einem Zug von Beijing nach Shenyang, Provinz Liaoning



Von Dampflokomotiven bis hin zu Hochgeschwindigkeitszügen zeigt “Chinesen im Zug” nicht nur Passagiere aus allen Lebensbereichen, sondern dokumentiert auch die Geschichte der chinesischen Eisenbahn. Im Bild ist ein Dampfzug, der 1998 von der Stadt Tongliao nach Ulanqab in dem Autonomen Gebiet Innere Mongolei fährt.


 
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