Aktuelle Position:Zuhause>Umwelt>Text

Das Echo der Wildnis

2018-04-24      Text von Jidi Majia Fotos von Cui Chunqi



Vor sehr langer Zeit gab es ein heiliges Yak, welches in der Wildnis lebte. Nachdem es gestorben war, bildeten die Muskeln den Erdboden, die Knochen wurden zum Gebirge, aus der Lederhaut wurden Bäume und Sträucher. Sein Blut verwandelte sich in die Flüsse, die Augen wurden zum Mond. Insekten, welche sich auf seinem Körper tummelten, wurden zu den Menschen und Tieren. So entstand die Welt. Die ist eine Mythologie, über die Entstehung der Welt, anders als sie das Buch Genesis erzählt. Der Unterschied liegt darin, dass der eigene Körper des Gottes verwendet wurde, um die Welt zu erschaffen. Bis heute ist es noch immer seit Generationen der Schöpfer für die Menschen in den Hochebenen von Qinghai und Tibet, welche auch als wilder Ursprung (chin. Sanyuan) der drei großen Flüsse zählen.

 

Das Land von Sanyuan wird von den Menschen als „lebensfeindliches        Gebiet“ gesehen. Obwohl es hier eine weitausgedehnte Wildnis gibt, kann es aber dennoch, aus einem anderen Winkel gesehen, als Paradies des Lebens betrachtet werden. Hier sind nicht nur unzählige Arten von Höhen- und Urpflanzen verteilt, es gibt auch ein reiches Leben an vielen Arten von wilden Tierarten. Darunter sind auch Arten, die weltweit bedroht oder einzigartig sind. Sie bilden zusammen mit dem Wasser und den Bergen ein weltweit herausragend schönes Landschaftsbild, mit einer Artenvielfalt, die einem vollkommenen dichterisch-malerischem Paradies entsprechen.

 

Dieser Flecken Erde ist nicht nur ein Paradies für naturwissenschaftliche Forscher, er ist auch immer mehr ein Ort, an dem Künstler die Schönheit der Natur genießen, welche uns hier zum Geschenk gemacht wurde. Sie nutzen ihre besondere Methode die Schönheit der Natur zu respektieren und zu preisen. Der Fotograf Cui Chunqi ist einer von ihnen.

 

Was uns Cui Chunqi zeigt, ist nicht nur ein flüchtiger Blick auf Sanyuan. Er vereint die Vielfalt an Farbe und Gestalt und die Freiheit des Lebens auf diesem Stück Erde, mit der nur selten sichtbaren Flüchtigkeit der Existenz von Leben. Seine Sprache arbeitet mit Form und Bewegung, welche sichtbar wahrgenommen werden können. Er trägt uns in ein Sanyuan, das von wilden Tieren bewohnt wird und uns eine Geschichte der Wildnis erzählt. Das ist möglich, weil die Umwelt dort rauer nicht sein könnte. Nur so wird die Schönheit und Kraft des Lebens erst sichtbar. Sie lässt uns Liebe empfinden, noch mehr sogar Ehrfurcht.

 

Sanyuan ist ein System der Vollkommenheit und des geregelten Lebens. Der tiefe Winter schafft Eis und Schnee. Dieser wiederum den Dschungel und das Grasland, welche Grundlage für Wasser und Pflanzen sind. Jede Art von wildem Tier vermehrt sich und lebt hier. Die Fische im Wasser, die Vögel im Himmel, die Tiere auf der Erde. Tiere, die sich von Pflanzen ernähren und die, welche Fleisch bevorzugen, jagen sich gegenseitig. Sie existieren miteinander und regulieren sich untereinander. Das ist die Kette des natürlichen Gleichgewichts. Jenen Kreislauf kann man nicht unterbrechen oder erweitern. Viele Leute ignorieren Gefahren für die Graslandschaft, wie z.B. die Steppenmaus, weil sie sie nicht mögen. Aber sie ist die Lebensgrundlage für Raubvögel und Raubtiere, wie den Altgeier, Adler, Falken und den Luchs. In Sanyuan, ist von den kleinen Insekten bis hin zu den großen Leoparden und wilden Yaks, jede Art von Tier, ein in Freiheit lebendes. Jedes Lebewesen wird aber durch andere Lebewesen eingeschränkt. Damit wird ein Gleichgewicht des gesamten Körpers gewahrt. Der Kreislauf von Sanyuan entspricht einem natürlichen Gesetz.

 

Der Fotograf Cui zeigt uns dieses pulsierende Leben, die vitalisierende Welt der Lebewesen des Hochlands. Das ist ein Rekord, nicht nur die Konzentration von Zeit und Energie. Es ist die starke Liebe des Fotografen zur Natur. Der Respekt des Lebens und die Kristallisation der moralischen Prinzipien des Lebens. Man kann sagen, dass Fotografen Anteilnahme an der Tiefgründigkeit der Kultur nehmen, indem sie von der Schönheit, der Würde und der Macht des Lebens in Sanyuan erzählen.

 

Wegen unseres Traums von der Kultur, wegen unserer antiken Abstammung glauben wir tief und zweifellos an die Begründung des Lebens und die Wahrscheinlichkeit des Fortbestands an Leben. Wir hoffen, dass mehr Menschen durch das Echo ihr Herz für dieses freie, warme, sanfte und zugleich wilde Leben vollständig öffnen.

 





中国专题图库