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30 Jahre Reform und Öffnung nach außen: Erlebnisse von drei berühmten Persönlichkeiten
Zhang Yaqin – Vom talentierten Schüler zum hervorragenden Wissenschaftler
Text: Huang Liwei

 

 Dr. Zhang Yaqin während des Forums über die Entwicklung der Unternehmen durch Reform und Öffnung nach außen im Beijing (am 24. Oktober 2008)

 Zhang Yaqin als Student in Washinton (1987)

 Im Jahre 2003 besuchte der ehemalige Außenminister Henry A. Kissinger Microsoft Research Asia .

Im Oktober 2008 habe ich Dr. Zhang Yaqin zum ersten Mal kennengelernt, als er in Beijing an dem Forum über die Entwicklung der Unternehmen durch Reform und Öffnung nach außen teilnahm. Tief beeindruckt erzählte er mir, wie er im Jahre 1978 zum Studium an der Chinesischen Universität für Naturwissenschaften und Technik in Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhui, aufgenommem wurde. „Damals war ich gerade 12 Jahre alt. Ich war einer der Nutznießer der Reform im Erziehungswesen“, sagte er.

Nun sind 30 Jahre vergangen. Zhang Yaqin ist heute ein weltbekannter Wissenschaftler und gleichzeitig ein erfolgreicher Unternehmer. Er bekleidet das Amt eines Vizedirektors bei Microsoft und ist Vorsitzender der Microsoft-Forschung in China.

          Der jüngste Student

Das Jahr 1978 war für Zhang Yaqing von großer Bedeutung. „Dieses Jahr hat mein Leben verändert“, sagte er. Im März dieses Jahres fand die nationale Sitzung für Wissenschaft und Technik in Beijing statt. Zur gleichen Zeit wurde an der Chinesischen Universität für Naturwissenschaft und Technik in Hefei auf Initiative von weltbekannten Wissenschaftlern wie Tsung-Dao Lee, Chen-Ning Franklin Yang und Samuel Chao Chung Ting ein „Juniorenkurs“ ins Leben gerufen. Dieser Kurs war für talentierte Jugendlische bestimmt, zu ihnen gehörte auch Ning Bo, ein 13-jähjriges Wunderkind aus Ganjiang in der Provinz Jiangxi.

Zhang Yaqin wurde im Jahre 1966 in eine Lehrerfamilie in der Stadt Taiyuan, Provinz Shanxi, geboren. Sein Vater starb, als er 5 Jahre alt war. Unter Anleitung seiner Mutter und seiner Großmutter mütterlicherseits lernte er, selbständig zu studieren und zu leben. Er zeigte großes Talent für Mathematik und Naturwissenschaft. Wegen seiner hervorragenden Leistungen hat er  mehrmals eine Klasse übersprungen. Im Alter von 11 Jahren war er schon Oberschüler. Als Zhang aus einer Zeitung erfuhr, dass Ning Bo von der Chinesischen Universität für Naturwissenschaften und Technik zum Studium aufgenommen wurde, war er sehr begeistert. So beschloss er im Sommer 1978, zusammen mit 6 Millionen Prüflingen des Landes an der Hochschulaufnahmeprüfung  teilzunehmen, die er in Mathematik mit der höchstmöglichen Punktezahl bestand. Damit wurde der 12-jährige Zhang Yaqin zum jüngsten Studenten des Landes.

Etwas für China tun

Als Nutznießer und Augenzeuge der Reform und Öffnung sind heute Zhang Yaqin und andere Leute wie Komponist Tan Dun und Ökonom Zhang Weiying landesweit bekannt. Viele von ihnen studierten und arbeiteten im Ausland.

Nach seinem Studienabschluß im Jahre 1986 begab sich Zhang Yaqin in die USA zum Weiterstudium an der George Washington University. Zhang verfügte bereits über reichhaltige theoretische Erkenntnisse. In den USA hatte er viel Gelegenheit zum Praktikum. „Dort fand ich plötzlich etwas, was ich immer gern tun wollte. Was ich dort tat, konnte ich immer mit meinen Erkenntnissen verbinden. Darüber war ich jeden Tag sehr froh“, sagte er.

Im Jahre 1989 erwarb Zhang Yaqin den Doktortitel. Dann arbeitete als CDMA-Foscher im berühmten amerikanischen Forschungszentrum GTE. Wegen seiner hervorragenden Leistungen wurde ihm im Jahre 1997 den Titel „Fellow of IEEE“ (Institute of Electrical and Electronics Engineers) verliehen. Damit ist er das jüngste IEEE-Akademiemitglied in der hundertjährigen Geschichte dieser Institution.

„Obwohl ich 13 Jahre lang in den USA lebte, verfolgte ich die Entwicklung in China immer äußerst aufmerksam. Damals las ich täglich die chinesische Tageszeitung Renmin Ribao. Ich hegte oft den Wunsch, wieder heimzukehren und etwas für China zu tun“, sagte Dr. Zhang.

Sein Wunsch ging im Jahre 1998 in Erfüllung. Li Kaifu, ein berühmter IT-Wissenschaftler aus Taiwan und führender Mitarbeiter der Firma Microfsoft, lud ihn telefonisch ein, in China das Microsoft-Forschungsinstitut zu gründen. So kam er zusammen mit Li Kaifu nach Chia zurück. Am Ende desselben Jahres wurde dieses Intitut mit Li als Leiter und Zhang als Vizeleiter ins Leben gerufen.

Heute ist dieses Institut die  Microsoft Chian R&D Group, die mit 3000 Mitarbeitern das größte Forschungszentrum dieses multinationalen Unternehmen in China ist. Ohne Zweifel hat Dr. Zhang Yaqin für diese rapide Entwicklung viel geleistet.

Am 13. November 2008 wurde Simon L. K.Leung, der zuvor als CEO von Motorola Asia und Vorstandsvorsitzender von Motorola China gearbeitet hat, zum Vorstandsvorsitzenden und CEO der Firma Microsoft in China gekürt. „Damit kann ich mich auf die Forschungsarbeiten konzentrieren“, sagte Zhang. „Mein Herzenswunsch war immer die Förderung der chinesischen intellektuellen Energie zum Wohle der Menschheit. Mein Glaubenssatz ist: Try, perhaps you'll fail; but if you never try, you'll definitely fail.”

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