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Die jetzige Lage in den Erdbebenkatastrophengebieten
◆Text and photographs by Chen JianText und Fotos: Chen Jian

Am 12. Mai 2008 wurden die Orte Wenchuan, Yingxiu, Beichuan, Shifang und Mianzhu als Hauptkatastrophengebiete in Sichuan wegen des Erdbebens weltweit bekannt. Bis heute sind nahezu 8 Monate vergegangen. Wie steht es jetzt um die Bebengebiete? Anfang des Jahres 2009 hatte ich diese Gebiete wieder besucht. Dort nahm ich viele Bilder auf und diese Bilder können Ihnen die wirkliche Lage zeigen.

 

Wenchuan und Yingxiu

Trotz der Neujahrszeit herrscht auf den Straßen in der Gemeinde Yingxiu im Kreis Wenchuan keine größere Feststimmung. In den Bauten für die Katastrophengeschädigten sieht man meist nur die Alten, die Frauen und die Kinder, aber fast keine einheimischen Männer in besten Jahren, nur die aus anderen Landesteilen kommenden Bauarbeiter.

Die Landstraße zwischen Dujiangyan und Wenchuan wurde beim Erdbeben ganz zerstört. Jetzt wird eine neue Landstraße neben der Alten fertiggestellt. Die Baumaterialien und alltägliche Bedarfsartikel für die Katastrophengeschädigten werden von anderen Landesteilen hierher befördert.
Vor dem Frühlingsfest kaufen die Katastrophengeschädigten auf dem Bauernmarkt in der Gemeinde Yingxiu frisches Gemüse. Der neu erbaute Bauernmarkt verfügt über viele Sorten von Gemüse, Lebensmittel und Gebrauchsartikel, die aus Dujiangyan und Chengdu hierher befördert werden.

Überreste der Xuankou-Mittelschule in Yingxiu. Zur Wiederaufnahme des Unterrichts gingen im Juli 2008 die Lehrer und Schüler, die das Beben überlebt hatten, nach Changzhi in der tausende Kilometer entfernten Provinz Shanxi. Nachdem die Winterferien begannen, kehrten die Lehrer und Schüler wieder in die Heimat Yingxiu zurück. Der Physiklehrer Zhang und seine Schüler von der Xuankou-Mittelschule besuchen die Überreste der früheren Xuankou-Mittelschule.

Beichuan

Die Hochzeit der Braut Li Guo und des Bräutigams Li Yansen fand am 3. Januar 2009 in einem einfach ausgestattetem Wohnhaus neben den Überresten der Beichuan-Mittelschule statt. Die beiden sind hier geboren, und haben sich hier kenngelernt und sich ineinander verliebt. Li Guo ist eine Krankenschwester des Krankenhauses der Gemeinde Qushan im Kreis Beichuan. Nach dem Beben arbeitete Li Guo immer für die Versorgung der Bebengeschädigten. Sie und Li Yansen hatten keine Zeit, ihre Hochzeit vorzubereiten. Deshalb verschob sich die Hochzeit vom Oktober 2008 bis zum Januar 2009.

Die Qiang-Stickerei ist ein traditionelles Handwerk im Autonomen Kreis Beichuan der Qiang-Nationalität. Sie wird heute zu einem Mittel für die Wiederherstellung der Produktion und die Verbesserung des Einkommens der Bauern in Katastrophengebieten genutzt.
 Stickerei, Gesang und Tanz haben bei der Qiang-Nationalität über 5000 Jahre Tradition. Nach dem Erdbeben hat das Dorf Shengli ein eigenes Unternehmen – die Yuqiang-Kulturentwicklungsgesellschaft - gegründet. Die Yuqiang-Gesellschaft produziert hauptsächlich traditionelle Qiang-Stickereien. Alle Dorfbewohner verfügen über Aktien der Firma.

Shifang

Ein Gruppenphoto für die überlebenden Schüler einer früheren Klasse der Yinghua-Schule
 Li Gang, Mittelschüler der Hongbai-Mittelschule, und seine Mutter wurden beim Erdbeben schwer verletzt. Am 4. Januar 2009 werden sie im gleichen Krankensaal in einem Krankenhaus in Shifang operiert. Einige Tage später werden sie das Krankenhaus gesund verlassen.
Tang Xinying (weiblich) wurde am 18. Mai 2008 im Lohan-Tempel in Shifang geboren. Ihre Eltern gingen am 4. Januar 2009 zum Lohan-Tempel und zeigten ihre Dankbarkeit für die Hilfe der Mönche nach dem Erdbeben. Vom 12. Mai bis Ende Juli 2008 wurden im Lohan-Tempel insgesamt 108 Babys geboren. Darunter gab es 88 Babys, die in Mönchsbetten geboren wurden.

Mianzhu

Am 31. Dezember 2008 wurde der Unterricht an der Schule der Gemeinde Zundao im Kreis Mianzhu wieder aufgenommen. Das Hauptunterrichtsgebäude, das mit einer Geldspende der Firma Wanke gebaut wurde, hat drei Stockwerke mit 36 Klassenzimmern und kann 1700 Schüler unterbringen. 

 

 

Am 31. Dezember 2008 wurde der Unterricht an der Schule der Gemeinde Zundao im Kreis Mianzhu wieder aufgenommen. Das Hauptunterrichtsgebäude, das mit einer Geldspende der Firma Wanke gebaut wurde, hat drei Stockwerke mit 36 Klassenzimmern und kann 1700 Schüler unterbringen.

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