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  • Kaleidoskop
Der Kaffee in China
Text: Zhao Yue
 

 

 

50 Jahre Tradition

 

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts haben die Kaffeebauern in Hainan  Kaffeebohnen aus Indonesien eingeführt. Hainan ist einer der Entstehungsorte der Kaffee-Kultur und auch ein Ort der Blüte dieser Kultur in China. Viele Hainaner trinken am Morgen gern Kaffee. Manche Leute bereiten ihn selbst zu, andere gehen  ins Kaffeehaus.

 

In Hainan ist die Geschichte des Kaffeetrinkens so lang wie die Geschichte des Pflanzens von Kaffee. In China ist Hainan der erste Ort, wo der Kaffee in das Alltagsleben eingegangen ist.

 

Kaffee ist heute für viele Chinesen nichts Fremdes. Besonders in Städten gehen die Jugendlichen gern ins Kaffeehaus. Für sie ist Kaffeetrinken eine Mode. In den letzten Jahren haben die Chinesen immer größeren Bedarf an Kaffee. Jetzt haben viele Familien eine Kaffeemaschine. Viele Leute bringen Kaffee als Geschenk an Verwandte und Freunde mit.

 

Großer Markt

 

Heute trinken auch Chinesen gern Kaffee und viele Leute genießen den echten Kaffee. Aber vor kurzem schrieb die Zeitung ,,Wall Street Journal“, Kaffee sei in China immer noch so unpopulär, dass in vielen neuen Starbucks-Filialen zuerst gar kein frischer Kaffee gekocht wurde, außer wenn ein Kunde eine Tasse bestellt hatte.

 

Viele Leser meinten, dass dieser Artikel der chinesischen Wirklichkeit nicht entsprach. Aber in China gibt es eine mit der obigen Behauptung verbundene Tatsache: Der Fertigkaffee mit Zucker und Milchpulverersatz, in China meist nur ,,21“ genannt, hat sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit in Städten und ländlichen Gebiete verbreitet. Deshalb gibt es noch viele Menschen, die Kaffee und Instatkaffee gleichsetzen.

 

Seit Beginn der Reform und Öffnung in China sind viele weltbekannte Kaffeemarken wie Starbucks aus den USA, Costa aus England usw. nacheinander nach China gekommen und haben in Großstädten ihre Kaffeehäuser gegründet. Jetzt bemühen sie sich, immer mehr Jugendliche in diese Kaffeehäuser zu locken. Die Jugendlichen sind heute in China die Hauptverbrauchergruppe und werden von vielen ausländischen Kaffeemarken verfolgt.

 

An einem Wintertag ging ich nach dem Mittagessen in ein Kaffeehaus in Wudaokou, dem Universitätsviertel von Beijing im Bezirk Haidian. Das Kaffeehaus war voll von  Jugendlichen. Sie saßen am Tisch und benutzten beim Kaffeetrinken kleine Computer. Der Kaffeebesitzer sagte mir: ,,Viele junge Menschen haben hier mehrere Einkommen zu verbrauchen. Sie vertreiben ihre Freizeit gern im Kaffeehaus.“ Wang Yang, ein 22-jähriger Student, sagte: ,,Für mich ist die Umgebung wichtiger als der Kaffee. Ich folge der Mode und verbringe oft in einem solchen Kaffeehaus einen Nachmittag. Hier ist außerdem der Kaffeepreis angemessen.“

 

Als ich in ein Kaffeehaus in der bekannten Geschäftsstraße Wangfujing in Beijing trat, sah ich viele Menschen. Brenda Wang und Wallace Guo arbeiten in einer bekannten Handelsgesellschaft in der Nähe und besuchen häufig dieses Kaffeehaus. Die beiden sagten mir: ,,Wir trinken eigentlich nicht gern Kaffee. Warum kommen wir häufig hierher? Weil es hier viele schöne Mädchen gibt.“ An einem Nachbartisch saß Li Yun, ein 23-jähriges schönes Mädchen und Lehrerin einer Grundschule. Sie sagte: ,,Anfangs trank ich Kaffee nicht so gern, aber jetzt mag ich ihn schon. Ich und einige Freundinnen besuchen oft diesen Kaffeehaus, ungefähr zwei oder drei Mal in einer Woche.“

 

Lange Reise

 

Für die meisten Chinesen sind der Geschmack des Kaffees und die Umgebung des Kaffeehauses gleich wichtig. In China sind viele Kaffeehäuser ausländischer Kaffeemarken schön geschmückt. Im Vergleich zu Kaffeehäusern in anderen Ländern bietet ein Kaffeehaus in China oft noch mehr Kaffee- und Eßwarensorten sowie schönere Umgebung an.

 

Starbucks gründete 1999 in China die erste Filiale und hat jetzt mehr als 350 Filialen in 26 Städten. 2008 schloss Starbucks 600 Filialen in den USA und 61 Filialen in Australien, gründete aber gleichzeitig 40 Filialen in China. In kommenden Jahren wird Starbucks das Entwicklungstempo in China beschleunigen, um in China einen größeren Markt zu haben.

 

Heute gibt es in China immer mehr Menschen, besonders Jugendliche, die gern Kaffee trinken. Das ist eine Tatsache. Aber die Tee-Kultur hat in China einige tausend Jahre Geschichte. Es gibt noch viel mehr Menschen, die gern Tee trinken. Um die Kunden anzuziehen, wird heute und in der Zukunft starke Konkurrenz zwischen Kaffeehaus und Teehaus herrschen. Deshalb kann man sagen, dass für ausländische Kaffeemarken die Reise in China noch lang ist.

 

 

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