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Vor über 2200 Jahren wurde der Buddhismus von Indien nach China gebracht. Er begann langsam mit der chinesischen Kultur zu verschmelzen und erlangte eine ununterbrochene Vitalität. Am 28. März 2009 wurde in der Stadt Wuxi, die zur Provinz Jiangsu gehört, das zweite Weltbuddhismusforum eröffnet, welches am 1. April in Taipeh auf Taiwan beendet wurde. Auf dem Forum wurde der Welt die Faszination des chinesischen Buddhismus demonstriert, des Weiteren auch dessen neue Gestalt und Denkweise.






Das 2. Weltbuddhismusforum, welches gemeinschaftlich von der Buddhist Association of China, der Buddhas Light International Association, der Hong Kong Buddhist Association und der China Religious Culture Communication Association abgehalten wurde, war Chinas erstes regierungsunabhängig organisiertes Forum. Es wurde auf beiden Seiten der Bucht von Taiwan abgehalten. Dieses wichtige Ereignis wurde durch die Unterstützung und kooperative Teilnahme von praktizierenden Buddhisten auf dem Festland und in Taiwan ermöglicht. Es ist ein weiteres wichtiges Signal für die fortschreitend warme Beziehung über die Meeresenge von Taiwan hinweg. In diesem Fall haben die Teilnehmer sich zusammengefunden, um ein gemeinschaftliches Ziel zu erreichen: Vorantreiben und Verbreiten der Philosophie des chinesischen Buddhismus, zum Vorteil aller Lebewesen und um Ruhe in ihren Willen und Geist zu bringen.
Um diesen historischen Moment haben sich Buddhisten auf beiden Seiten der Meeresenge über 60 Jahre lang bemüht. Dies deutet präzise das Leitmotiv der Forums – „Eine harmonische Welt, eine Synergie der Bedingungen“. Auf dem 17. Nebenforum, welches während der fünftägigen Veranstaltung abgehalten wurde, betrieben Anhänger des Buddhismus von Festland und Taiwan tiefgehende Kommunikation und Austausch, was das beiderseitige Verständnis förderte und eine neue Ebene der Beziehung zwischen Mensch und Buddha ankündigte, um zusammen eine noch harmonischere Umwelt zu schaffen.
Mehr als 1200 herausragende Mönche, Gelehrte und Personen aus mehr als 50 Ländern und Regionen nahmen an diesem beispiellosen buddhistischen Event teil. Unter ihnen war Meister Yi Cheng, der Präsident der Buddhist Association of China, Meister Hsing Yun, der Gründer der Buddhas Light International Association und Meister Kok Wong, Präsident der Hong Kong Buddhist Association. Auch anwesend waren die Leiter der drei wichtigsten Denkschulen: Pali-Buddhismus, Han-Buddhismus und tibetischer Buddhismus welche Teile des chinesischen Buddhismus sind.
Das 1. Weltbuddhismusforum wurde im Jahr 2006 auf dem Putuo Berg, einem berühmten buddhistischen Schrein in der Provinz Zhejiang, abgehalten. Der chinesische Vizepräsident Xi Jinping, damaliger Sekretär des Parteikomitees der Provinz Zhejiang, mobilisierte alle betroffenen Abteilungen der Provinz, um den Erfolg der Veranstaltung zu garantieren. Um das 2. Weltbuddhismusforum auszurichten, ist Jia Qinglin, Mitglied des ständigen Ausschusses des politischen Büros des KPC Zentralkomitees und Vorsitzender des Nationalkomitees der Chinese People’s Political Consultative Conference (CPPCC), nach Wuxi gereist, um sich mit den Delegierten zu treffen, die am Forum teilnehmen. Du Qinglin, Vorsitzender des United Front Work Department des KPC Zentralkomitees und Vizevorsitzender des Nationalkomitees der CPPCC begrüßte die Eröffnungsversammlung.
Am Mittag des 28. März wurde nach Abschluss der Eröffnungszeremonie die Essenszeremonie, begleitet von der speziellen Etikette, in einer klösterlichen Speisehalle am Austragungsort des Forums abgehalten. Es war das erste Mal bei einem Weltbuddhismusforum, dass ein buddhistisches Essensritual der Öffentlichkeit präsentiert wurde. An diesem Anlass aßen mehr als 1000 Mönche in Stille zusammen, wie es Brauch ist.
Während der Sutra-Gesänge in der Speisehalle saßen alle Mönche in makelloser Reihenfolge zusammen und trugen einen Ausdruck stiller Ehrwürdigkeit. Jedem wurde eine Schale Reis, ein vegetarisches Gericht und eine Schale Suppe gereicht. Diese Essenszeremonie ist eine Besonderheit des chinesischen Han-Buddhismus. Gemäß Shi Qingyuan, dem Stellvertretenden Direktor der Abteilung für akademische Beziehungen der Buddhist Association of China, verkörpert dieser Ritus die Grundprinzipien des Buddhismus – Dankbarkeit, Gnade, Gleichheit, Selbstprüfung und den Schutz der Umwelt. Er befähigt den praktizierenden Einblick in die buddhistische Wahrnehmung des Lebens und der Weltlichkeit zu gewinnen.
Fünf Ausstellungen wurden in Verbindung mit dem Forum abgehalten, um Attraktionen der chinesischen Kultur auszustellen. Es waren die chinesische Ausstellung für die Relikte der buddhistischen Kulturgegenstände, die chinesische buddhistische Fotoausstellung, die chinesische Ausstellung für buddhistische Keramiken, die chinesische Ausstellung für die zeitgenössische buddhistische Kunstschätze und die Ausstellung für buddhistische kalligraphische Werke von Zhao Puchus. Die ausgestellten Meisterwerke beeindruckten die Teilnehmer, welche aus der ganzen Welt angereist sind. Durch diese Kunstwerke bekam das Publikum ein besseres Verständnis für die Tatsache, dass die chinesische Kultur durch die Pflege des Buddhismus, durch dessen Elemente bereichert und erweitert wurde.
Das Thema des 17. Nebenforums basierte auf den Sorgen der realen Welt. Es begünstigte den tieferen Dialog und die Kommunikation zwischen chinesischen und ausländischen Buddhisten.
Der Kerninhalt des Nebenforums „Buddhismus und Umweltschutz“ zum Beispiel war, dass ein Wechsel in unserer Lebensumwelt mit einer Veränderung unserer Gedanken beginnen muss. Der Buddhismus kann hierfür reichlich Denkressourcen und praktische Erfahrungen für eine moderne Umweltphilosophie und die Gründe für Umweltschutz bieten. Im Buddhismus kann ein reines Land nur möglich gemacht werden, wenn Reinheit in den Herzen der Menschen vorhanden ist. Buddhistische Anhänger und Gelehrte weltweit betrachten sich selbst als verpflichtet den Leuten zu helfen, ihre Geisteshaltung und ihren Sinn für soziale Verantwortung auf einen höheren Level zu bringen.
„Buddhismus und Wissenschaft“ sowie „gegenseitige Entwicklung der buddhistischen Ausbildung und höheren Bildung“ waren zwei weitere Nebenforen die besondere Aufmerksamkeit auf sich zogen. In modernen Zeiten fordert der Boom der Wissenschaft und Technologie die traditionellen Religionen zu einem Wettbewerb heraus. Gleichzeitig fordern die negativen Ergebnisse und der Missbrauch von Wissenschaft und Technologie religiöse Führung in Bezug auf den Sinn des Lebens und ethische Werte. Ein Dialog zwischen Buddhisten und der Wissenschaft erlaubt den Leuten Wissenschaft in einem neuen Licht zu sehen und den einzigartigen Wert von Dharma in einem Zeitalter der Wissenschaft und Technologie zu entdecken. All dies trug zur Konzeption des Nebenthemas „Buddhismus und Wissenschaft“ bei.
Das Nebenthema „Gemeinsame Entwicklung von buddhistischer Ausbildung und höherer Bildung“ wurde der Verbreitung, der Maßnahme zur Gewinnung von noch mehr qualifizierten Talenten in einer Zeit des Wandels, zugeschrieben.
Andere Nebenthemen waren „Das System des buddhistischen Lernens und Praktizierens“, „Die Möglichkeit und Herausforderung der buddhistischen Ausbildung“, „Die Zusammenführung verschiedener buddhistischer Sekten“, „Die Arrangierung, Bewahrung und Erforschung von Tripitaka“, „Die Aufbereitung, der Schutz und die Erneuerung der buddhistischen Musikkultur“, „Wohltätigkeits-Angelegenheiten des Buddhismus“, „Die harmonische Entwicklung zwischen buddhistischen Gedanken und Unternehmungen“, „Die Vermehrung und Nationalität des Buddhismus“, sowie „Buddhismus und Moderne“. Diese einsichtigen Lektoren drückten ihre Sichtweise aus und ihre wortgewandten Ansprachen beeindruckten das Publikum. Sie trugen zu der Realisierung der Ziele des Forums bei.
Der Veranstaltungsort des 2. Weltbuddhismusforums, im Fanggong-Palast (Brahma Palast) auf dem Lingshan Berg, wurde kürzlich fertig gestellt als dritte Phase des Projektes um das Lingshan Buddhismus Ressort.
Ein einer Fläche von mehr als 70.000 qm, umfasst Fangong ein Konferenzzentrum, ein Ausstellungszentrum, ein Veranstaltungszentrum und eine Zeremonienhalle. Auf dem Dach des Gebäudes sind 5 vergoldete Lotuspagoden, deren Design an den Diamantthron in Bodh Gaya von Nordwest Indien, angelehnt ist, welche als Ort von Buddhas Erleuchtung gesehen wird. Die Fassade von Fangong schließt fünf goldene Tore ein, von denen vier auf der Ost- und Westseite liegen. Sie wurden mit chinesischer Schrift auf den Oberseiten der Türrahmen versehen, die jeweils bedeuten „Endlose Gnade“, „Absolute Weißheit“, „Großer Verdienst“ und „Aufrichtiger Schwur“. Entlang der fünf Pagoden, die den Buddha der fünf Richtungen repräsentieren, wird so das Glaubenssystem des chinesischen Buddhismus vollständig verkörpert.
Über der Tür am Haupteingang steht in vier goldenen Schriftzeichen die Bedeutung „Große Versammlung am Heiligen Berg“, ein Name der von der Legende abgeleitet ist, dass Buddha am Heiligen Berg in Indien gepredigt haben soll, wobei sich unzählige Buddhisten um ihn drängten, um seinen Worten zu lauschen. Die literarische Bedeutung des Namens Lingshan ist Heiliger Berg.
Die Dekoration im Inneren von Fanggong weißt kulturelle Elemente des chinesischen Buddhismus auf, welche Ehrfurcht gebietend präsentiert werden. Die exquisit hergestellten Dongyang Holzschnitzereien, Ousu Reliefmalereien und Jingdezhen Porzellanwaren vermitteln vollständig die Berühmtheit der chinesischen Kultur. Noch bemerkenswerter sind die eleganten westlichen Ölgemälde, die ebenfalls Teil der Innendekoration sind und einen besonderen künstlerischen Effekt erzielen. Das Gemälde von der weltweiten buddhistischen Dharma-Lehre beinhaltet 12 vertikale Malereien, jedes überschreitet 20 qm. Die Gegenstände der Malereien haben einen Inhalt von 2000 Jahren Geschichte, was in der Welt im Bereich der Kunst nur selten gesehen wird. Herausragend ist das 80 qm große Werk an der Hauptwand der großen Lobby. Es ist eine farbenreiche Glaskunstarbeit mit dem Namen „Lotus Schatzwelt“ und wirft einen inspirierenden visuellen Eindruck auf den Betrachter. Diese fantastischen Kunstwerke werden alle jungen Künstlern zugeschrieben und wurden Fangong gespendet, als unvergleichliche künstlerische Meisterwerke.