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Müll der lange Zeit in der Erde vergraben ist fängt an zu gären und produziert große Mengen an filtrierter Flüssigkeit. Er beinhaltet Schwermetalle, schwer lösliche Substanzen, Darmbakterien usw. Damit wird er zu einer komplexen gesundheitsschädlichen Masse. Wenn diese versickert oder unsachgemäße Entsorgung betrieben wird, können in der Umwelt schwerwiegende Schäden entstehen, die auch für die körperliche Gesundheit des Menschen bedrohlich ist. Der Umgang mit vielen Arten von intensiven und hochgradigen Schadstoffen, ist ein großes Problem auf Mülldeponien der ganzen Welt. Im Mai 2009 hat der Autor auf der Chenjiachong Deponie, der Stadt Wuhan, in der Provinz Hubei, gesehen, dass dort die Müllsubstanzen durch eine Serie von Maßnahmen behandelt werden. Die ursprünglich pechschwarze, wie Tinte aussehende Substanz, wird dabei kristallklar. Eine Zahl von Goldfischen schwimmt darin umher.
„Wir müssen in die Kontrollstation hinein, es findet gleich eine Untersuchung statt“, sagt der Fahrer des Instituts für die Flussufergebiete der Stadt Wuhan, Herr Ye. Er bringt sein Fahrzeug auf einer großen Bühne für die Fahrzeuggewichtsmessung zu stehen. Einige Sekunden später ist der Wiegevorgang abgeschlossen. Auf dem Bildschirm vor dem Fahrzeug erscheint ein grüner Pfeil, der signalisiert, dass das Fahrzeug in das Areal einfahren darf. Dies war die gewöhnliche Einfahrtsprozedur in eine Mülldeponie. In diesen kurzen Sekunden erscheinen auf der Anzeige vor dem Fahrzeug Daten wie Autokennzeichen, Art der Fracht, Zugehörigkeitsgebiet und das Nettogewicht des geladenen Mülls. Die Daten werden zum Rechner in der Überwachungszentrale weitergeleitet. Die Überwachungsanlagen nehmen noch aus der Front, Rück- und Seitenansicht Bilder vom Fahrzeug auf. Damit soll gewährleistet werden, dass keine Abnormitäten am Fahrzeug aufgetreten sind.
Das Fahrzeug fährt ca. 1 km bis es am Deponiegebiet angekommen ist. Vor den Augen eröffnet sich der Blick auf das Schuttareal, welches auf sich auf beiden Seiten hoch erhebt und in der Mitte eher tief ist. In der Mitte wurde alles planiert und eine schwarze Membran zum Schutz vor dem Durchsickern angebracht. Wir sind noch nicht am endgültigen Abladeplatz angekommen. In den Sonnenstrahlen sieht alles wie ein schwarzer Ozean aus. Am Grubenrand gibt es eine Futtermauer aus Kieselsteinen. Die Arbeiter sagen uns, dass Kieselsteine dazu dienen die den Fluss des Deponiewassers zu beeinflussen.
Herr Ye fährt schon seit 9 Jahren den Müll. Er hat sich an die Rangierfläche auf der Abladestelle gewöhnt und kann die Fahrzeugrückseite routiniert am Grubenrand parken. Die Ladefläche nimmt langsam die Kippposition ein und entlädt die gesamte Wagenladung Müll. In weniger als 3 Minuten sind ca. 10 Tonnen Müll entsorgt.
Bei der Ausfahrt vom Deponiegelände wird noch mal eine Gewichtskontrolle vorgenommen. Nach derselben Prozedur ist die Weiterfahrt gestattet. Herr Ye erklärt, dass die neuen Mülldeponien einen intelligenten Kontrollmechanismus eingeführt haben. Er hat ebenfalls zum ersten Mal die Erfahrung gemacht. „Mit einem Atemzug ist alles fertig, einfach und unkompliziert, das ist ein sehr gutes Gefühl.“ Er sagt, dass man auf den alten Mülldeponien aussteigen musste, um sich zu registrieren. Die Formalitäten waren sehr umständlich, außerdem gab es den Prozess der Gewichtsabnahme nicht. Wie viel Müll letztendlich am Tag abgeladen wurde, konnte nur geschätzt werden. Mit der modernen Messmethode kann der tägliche Müllanteil genau ausgerechnet werden. Für das Deponiemanagement und die Kontrolle der nutzbaren Fläche ist das viel komfortabler.