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Danxia-Landschaften in Taining
Text und Fotographien von Wang Lei

Der Experte Patrick Mckeever von der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation hat nach der Erkundung von Taining gesagt: “Ich bin schon an viele Orte gekommen, aber ich habe noch nie so eine gute Landschaft gesehen. …. Egal ob von der geographischen Umwelt aus gesehen oder von den biologischen Bedingungen, alles zusammen war für mich die glücklichste Reise meines Lebens. Bei geographischen Untersuchungen renne ich normalerweise immer ganz aufgeregt hin und her, aber dieses Mal habe ich mich im ganzen Körper entspannt gefühlt, weil es so schön hier ist. Es ist einfach ein Märchenland auf Erden.“

„Danxia“ ist im chinesischen ein sehr schöner Begriff. Im Gebiet um Guandong, im Süden Chinas haben die romantischen alten Chinesen den landschaftlichen Anblick der grünen Bergtäler, der massiven in den Himmel ragenden Berggipfel, sowie die enormen feuerroten Felsen, als „Danxia“ benannt. In China gibt es über 650 Landschaftsszenerien im Danxia-Stil, doch das Danxia-Gebiet in Taining bei Fujian ist das größte seiner Art im südöstlich gelegen Küstengebiet von China. Die geographische Erscheinung des Ortes befindet sich in der frühen Entwicklungsphase.

Im Jahr 1928 hat der chinesische Mineralienforscher Feng Jinglan im Danxia-Gebirge einen derartigen geographischen Querschnitt als „Danxia-Schicht“ bezeichnet. Im Jahr 1939 hat ein weiterer Geologe namens Chen Guoda diese Geländeart als „Danxia-Geländeform“ benannt. Die Forschung bezüglich der Danxia-Landschaftsform ist dadurch entstanden. Die chinesischen Gelehrten haben eine sehr lange Forschungsperiode hinter sich und aus diesem Grund einen eigenen wissenschaftlichen Zweig der geomorphologischen Danxia-Forschung gegründet.

Ein besonderer Forschungsgegenstand der geomorphologischen Forschungen ist der Chibidan-Felsen, welcher aus nicht maritimen roten Clusterfelsen besteht und durch seine roten Felskliffe charakterisiert wird. Seine weitläufige Ausprägung und die herausgebildeten Gipfelplateaus, die steilen Hänge, die langen Bergfüße, Steinwände, Felsspitzen, Felssäulen usw. verleihen den Berg eine besondere und schroffe Morphologie. Die chinesische Danxia-Landschaftsform ist reich an Wasserläufen. Die meisten Bergspitzen sind durch ein Netz von Wasserstraßen umspült, dieses Gebiet jedoch dehnt sich bis in die Nachbarprovinzen Zhejiang, Jiangxi, Fujian, Guizhou, Guangdong usw. aus.

Tatsächlich ist die Danxia-Landschaftsform nicht nur in China anzutreffen. Nach ersten Statistiken bestätigte das Komitee für Weltkulturerbe, der wissenschaftlichen Abteilung der Vereinten Nationen, dass insgesamt 11 Orte, welche vollständig oder teilweise zur Danxia-Landschaftsform zählen, zum Weltkulturerbe zu zählen. Unter ihnen gibt es die sogenannte höchste Dusche der Welt – der Salto Angel Wasserfall, in Südamerikas Canaima Nationalpark, in Venezuela. Ebenso gibt es den weltweit ersten Riesenfelsen im Uluru – Kata Tjuta Nationalpark in Australien usw.  Besonders auf der Hochebene von Colorado in den USA, wo der Colorado in Arizona, im Grand Canyon Nationalpark, 1600 Meter hinabstürzt, liegt ein klassisches Danxia-Landschaftsgebiet vor. Aber aus Sicht des geologischen Unterschieds, ist der Grand Canyon eine Danxia- Landschaftsform der späteren Generation. Die Danxia-Landschaft in Taining jedoch gehört zu der früheren Generation, wobei es keine erkennbaren Unterschiede gibt. Zusammen mit den anderen Danxia-Gebieten in China verfügt Taining über die größte Danxia-Fläche der Welt. Es verfügt über die typisch ausgeprägte Landschaft und die vollständige Typenvielfalt. Eine vielfältige Morphologie garantiert, dass die wissenschaftliche Abteilung der Vereinten Nationen seinen Wert zu schätzen weiß.

Der Shangqing ist ein berühmter Fluss in Taining. Die ortsansässigen Menschen erzählen, dass er ihnen in der Vergangenheit Kopfzerbrechen bereitete, weil er der einzige Weg, aus der der tiefen Bergwelt heraus, darstellte. Es ist nur über den Wasserweg möglich die Berge zu verlassen, dabei bereiten die Untiefen des Flusses viele Schwierigkeiten. Trotz seiner Gefahren ist der Fluss jetzt eine beliebte Canyon- Attraktion für Leute von außerhalb. Er ist ebenfalls der Stolz der Einwohner.

Von Taining muss man ca. 10 km in Richtung Westen fahren, dort gibt es noch einen ringförmigen Bergtal Zhaixia. Über einen entlang der Felswand errichteten Holzsteg kann man mit langsamen Schritten jeden dieser Orte bereisen und die bizarren Felswände besichtigen. Man kann jede Art von kostbaren und wertvollen Pflanzen sehen, deren Name man vorher wohl noch nie gehört hat. Es gibt kleine Bäche zu entdecken, die versteckt in den Felsvorsprüngen und Felsspalten versteckt verlaufen. Hin und wieder liegen sie unten am Fuß der Felswände. Obwohl die Lage tief im Tal ist, ist keine Spur von Schwüle zu spüren. Die sauerstoffarme Luft lässt die Reisenden träge, ruhig und gelassen werden.

Umgeben von einer geographischen Umwelt wie Shangqing und dem Zhaixia Bergtal, passt Taining tatsächlich sehr gut in das Danshan-Gebirge mit seinem smaragdgrünen Wasser. Sein Name kommt von dem chinesischen Kaiser Song Zhezong, der vor über 900 Jahren gelebt hat. Im Jahr 1086 benannte Song Zhezong auf Einladung des Bürgers Ye Zuqia von Taining diesen Ort und verlieh ihm seinen Namen. Die Bezeichnung wird noch bis heute verwendet.

Taining ist sehr klein, die Bevölkerungszahl beträgt 30.000 Personen, die Fläche beträgt unter 10 qkm, damit kann man sagen: es ist eine Stadt in Taschengröße. Die komplette Stadt umfasst einen Fluss der Goldbach genannt wird, einige Straßen laufen hier zusammen, die Leute kennen sich untereinander sehr gut. Oft kann man auf den Straßen Gruppen von zwei bis drei Leuten sehen, die sich entspannt miteinander unterhalten. Überall gibt es üppige Wälder und alte Riesenbäume, Zweige und Äste bilden zusammen eine Art großen Schirm. Aus der Ming- und Qing-Dynastie sind noch alte Bauten aus Holz und Steinkonstruktionen erhalten geblieben, sie liegen im Shangshudi, in den alten Straßen im Stadtzentrum. Während der Ming-Dynastie zurzeit von Tian Qi (20iger Jahre des 17. Jahrhunderts) errichtete der Gesandte des Armee Li Chunye seinen Amtssitz in dieser, seiner Heimatstadt. Dieses antike Gebäude überdauerte 500 Jahre und ist das wertvollste, verbliebene Gebäude aus der Ming- Dynastie in Zhejiang. Nach dem Überqueren einer Straßenecke in Shangshudi kommt man zu einem Brunnen. Er wurde aus einem einzigen Stück Felsen herausgemeißelt und ist insgesamt 10 cm dick. Die Brunnenmauer ist ein Meter hoch und sehr sicher. Derartige Brunnen gibt es in den alten Straßen noch sehr viele, die meisten liegen an Gassen und Straßen, die vom Wasser umgeben sind. Die Kanäle sind aus Kupfervitriol gefertigt und garantieren, dass das darin fließende Wasser rein bleibt.

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