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Fapai ist eines der größten Unternehmen in Wenzhou. Es wurde in dieser Finanzkrise auch schwer getroffen. Die internationale Sparte des Unternehmens brach um 30 % ein. Um der Krise zu entgegnen, gründeten sie ein neues Unternehmen mit dem Namen „Youyipai“, welches gerade mit Spannung dabei ist, das neue Geschäft zu erschließen. Das Hauptgeschäft von Youyipai besteht im Kleiderverkauf. Es umfasst offizielle Kleidung, Freizeitkleidung, legere Geschäftskleidung uvm. Gleichzeitig werden Schuhe, Taschen, Accessoires usw. angeboten. Die Produkte werden verstärkt in Wenzhou hergestellt. Innerhalb von 5 Jahren hat die Firma Investitionen im Wert von 2 Milliarden RMB getätigt, mit dem Ziel, für die Produkte eine Abschlussverkaufszahl von über 10 Milliarden RMB zu erreichen. Youyipai hat ebenfalls die Produktion und den Verkauf an Fapai und andere herstellende Unternehmen durch Outsourcing übertragen. Das Unternehmen selbst konzentriert sich auf das Markenmanagement, den gemeinsamen Ressourcenbezug und das Verfolgen von gemeinsamen Interessen. Nach aktuellem Kenntnisstand ist die formelle Unternehmensgründung noch nicht vollzogen, aber es liegen schon Angebote von ausländischen Unternehmen vor. Sie hoffen, dass Youyipai auf dem europäischen Markt ankommt, dieses Modell verfügt offensichtlich über Anziehungskraft.
Jedoch macht Zheng Chen’ai darauf aufmerksam, dass pragmatisches Management nicht für jedes Unternehmen der Bekleidungsindustrie geeignet ist. „Markenmanagement und Produktionssteigerung sind zwei vollkommen verschiedene Gebiete. Sie können nicht gemeinsam behandelt werden. Um ein Beispiel zu machen: wenn man den Bauern zum Gemüse kaufen schickt, wird er mit Sicherheit nicht das Gemüsebrett des Händlers mitkaufen.“ Er weißt darauf hin, dass pragmatisches Management hohe Anforderungen an das Lieferantenmanagement, das Logistiksystem und die Informationstechnologie stellt. Die Investitionen sind sehr hoch und können nicht einfach von einem Klein- oder Mittelständischen Unternehmen bewältigt werden. Er weißt auch darauf hin, dass diese Unternehmen im Moment noch den Großteil in Wenzhou ausmachen. „Momentan legen noch 85 % der Unternehmen in Wenzhou Wert auf die Produktionssteigerung. Sie stehen an niedrigster Stelle in der Industriekette. Dieser Produktionsquerschnitt war die Ursache dafür, dass die Bekleidungsbranche von Wenzhou beim Abwehren der Finanzkrise vergleichsweise schlecht abgeschnitten hat.“ Was die kleinen und mittleren Unternehmen betrifft, so ist leider zu sagen, dass sie umso mehr Anstrengung in die Koordinierung ihrer Produktionsstruktur stecken sollten. Außerdem sollten sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kernkompetenzen steigern.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses hatte die Bekleidungsbranche von Wenzhou bereits die ernsthaftesten Auswirkungen der Finanzkrise überstanden. Im März 2009 betrug der Exportwert von Kleidung aus Wenzhou 78,78 Millionen USD. Das entspricht einem Wachstum von 32,26 %, was im direkten Vergleich 114 % sind. Solche positiven Zahlen sind in einer so schlechten Zeit wirklich etwas Schätzenswertes.