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20 Jahre sind vergangen seit der Fotograf Ge Yuxiu, aus der Stadt Xining in der Provinz Qinghai, damit begann, in seiner Freizeit eine große Zahl wilder Tiere zu fotografieren. Er verschrieb sein Leben dem Schutz der biologischen Umwelt und ist als der König der Vögel vom Qinghai See und dem Vater der Mongolischen Tibetgazelle (lat. Procapra przewalskii) bekannt.
Ein Interview mit Ge Yuxiu zu führen ist ein bewegendes Ereignis. Seine Liebenswürdigkeit, Herzlichkeit und nachsichtige Art hinterließen in uns einen tiefgreifenden Eindruck. Zurückblickend auf die letzten 20 Jahre war seine schöpferische Laufbahn im Bereich der Fotografie von allen Arten von Eindrücken geprägt. Ge redet am liebsten von seinen Motiven – den wilden Tieren.




„Im Jahr 1978 habe ich während meiner Zeit bei der Armee damit begonnen, mir selbst das Fotografieren beizubringen. Mein erstes veröffentlichtes Bild wurde in der Tageszeitung von Qinghai abgedruckt, “ erzählt Ge lächelnd. „Meine erste Kamera stammt aus dem Beginn der 80iger Jahre, es war eine Kamera mit Doppellinse. Von da an konnte ich die Fotografie nicht mehr ruhen lassen. In meiner Freizeit habe ich viele Fotografien gemacht, welche die Landschaft von Qinghai und deren Nationalität wiederspiegeln.“
Ge betitelt seine Lieblingsfotografie als „magisches Boot“. Von 1995 an wurde seine fotografische Neigung immer deutlicher. Die Vogel- und Tierarten des Qinghai Sees und deren umgebende Landschaft. Er ist über 100-mal zum Qinghai See gegangen, und über 10-mal zum Quellgebiet der drei großen Flüße (Yangzi, Gelber Fluß und Lancang). Darüber hinaus ist er noch nach Kekexili vorgedrungen, um dort wilde Tiere zu fotografieren.
Er verweilte einst 7 Nächte am Stück auf einer einsamen Insel, ohne einen Schluck warmes Wasser, oder eine warme Mahlzeit. Sein Körper war von Vogel Kot bedeckt und auf seinen Händen bildeten sich Blasen. Seine Lippen waren aufgeplatzt, die Haut seines Gesichts wurde von der Sonne wie eine gekochte Kartoffel gefärbt. Mit dem wilden Wolf und dem Fuchs kämpfte er um Nahrung.
„Manchmal kann man auch auf Gefahren treffen. Einmal habe ich auf 4300 Metern, in Yushu beim Longbao See, die Schwarzhalskraniche und ihre Lebensumgebung fotografiert. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mein Körper im Moor versinkt, ich wäre beinahe ums Leben gekommen. Ein anderes Mal habe ich, auf dem über 4800 Meter hohen Bayan Har Berg, den wildlebenden Wolf fotografiert. Es war eine wilde Jagd, ich stand kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch. Ein weiteres Erlebnis fand statt, als ich zum Qinghai See ging, um die von mir so geliebten Singschwäne zu fotografieren. Die Temperatur war zu der Zeit unter 20 Grad Celsius. Ich bin in ein Eisloch gefallen. Um ein Haar hätte der Liebe mein Leben geopfert.“