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Der letzte Volksstamm mit der Schusswaffe
Text und Fotos: Yang Yibo

Basha ist ein Bergdorf, der von der Miao Nationalität bewohnt wird. Er verbirgt sich in dem endlosen Wald am Fuß des Mond-Berges. Das Dorf untersteht dem Autonomen Bezirk der Miao und Dong Nationalität, im Südosten der Provinz Guizhou. Basha hat 400 Haushalten und eine Gesamtzahl von 2000 Einwohnern. Im Vergleich zu den Miao, die in anderen Gebieten leben, haben die Miao im Bergdorf Basha bis heute noch ihre eigene traditionelle Lebensweise und Kleidung bewahrt.

Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, entdeckte ein altes französisches Ehepaar das Bergdorf Basha. Seither stehen die Menschen von Basha im Kontakt mit der Außenwelt. Zurzeit ist das Bergdorf Basha noch nicht zu einem traditionellen bekannten Tourismusort geworden. Aber gibt es sehr viele Touristen, die zu diesem Bergdorf kommen, um die Basha Kultur kennenzulernen.

Das Jagdgewehr und der Haarschnitt von den Basha-Männern und die Bestattungsform der Basha-Menschen sind sehr einzigartig.

Die Basha-Männer lieben ihre Schusswaffe sehr. Das Jagdgewehr gehört untrennbar zu einem Basha-Mann. Früher benutzten Basha-Männer das Jagdgewehr, um auf die Jagd zu gehen und zur Selbstverteidigung. Aber heute ist es nur das Kennzeichen eines Basha-Mannes. Wenn ein Basha-Junge 15 Jahre alt ist, hält die Familie für ihn eine traditionelle Erwachsenenfeier ab. Ab diesem Tag gilt der Junge als Volljährig. Nach der Erwachsenenfeier bekommt er von seinem Vater ein Jagdgewehr. Von diesem Moment an, wird das Jagdgewehr sein ganzes Leben begleiten.

An dem Tag, an dem die Erwachsenenfeier abgehalten wird, muss sich der Junge  den Kopf scheren lassen. Für die Basha-Männer sind die Werkzeuge zum Haareschneiden sehr einfach: Eine Wasserschüssel und eine Sichel. Die Sichel dient als Haarschere. Der Haarschnitt der Erwachsenen weißt sich durch folgende Merkmale aus: leuchtende Kopfhaut, ein hohes Haar-Nest an der Spitze und ein langer Bund Haare am Hinterkopf. In der Miao-Sprache wird das Haar-Nest als ,,Hugun“ bezeichnet. Es ist das wichtige Kennzeichen des männlichen Geschlechtes und wird zeitlebens immer gepflegt. Dieser Haarschnitt ist heute in China die älteste männliche Frisur. Die Anthropologen bezeichnen diese Form des Haarschnitts als ,,Lebende Krieger- und Pferdefiguren aus Ton“.

Die Basha-Menschen vergöttern die Bäume. Sie glauben daran, dass ein Baum die Seele eines Vorfahren verkörpert. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, wird ein Baum gepflanzt. Die Eltern wünschen dadurch dem Baby, mit dem Baum zusammen gut aufzuwachsen. An dem Tag, an dem die Erwachsenenfeier abgehalten wird, muss der Junge selbst einen Baum pflanzen. Wenn ein Basha-Mann heiratet, muss er nochmal einen Baum pflanzen.

Wenn ein Mann dieses Bergdorfs für immer von uns verscheidet, werden die Bäume, die von ihm gepflanzt wurden, gefällt und zu seinem Sarg gemacht. Nachdem der Tote im Sarg beerdigt wurde, wird ein Baum auf dem Grab gepflanzt. An dem Baum hängen die Gegenstände wie Kleidungen, Schuhe usw., die von ihm vor dem Tod benutzt wurden.

Die Basha-Menschen verehren die Bäume und pflanzen sie zeitlebens. Deshalb ist Basha ein Ort, wo der Boden ganz vom Wald bedeckt wird. In der Miao-Sprache bedeutet Basha ,,Ort mit üppigem Wald“.

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