|
BESTELLEN VON CHINA IM BILD |



Von der Provinzhauptstadt Wulanhaote der Inneren Mongolei gibt es mehrere Möglichkeiten zum A’er Gebirge zu gelangen. Wir hofften alle an der Straße beliebig anhalten zu können, um Aufnahmen von den Bergen zu machen, deshalb haben wir für 400 RMB einen kleinen Minibus gemietet, um die Strecke hin und zurück bewältigen zu können.
Wir sind früh am Morgen aufgebrochen und kamen in den Abendstunden in A’er Stadt an. Auf beiden Seiten gibt es schöne Straßen, an denen sich Villen aneinanderreihen. Darunter gibt es auch einige Familienhotels. Zu Beginn des Oktobers ist am A’er Gebirge bereits der Spätherbst angebrochen. In der goldenen Abendsonne werden die Blätter der Bäume ebenfalls in ein goldenes Licht getaucht. Auf der Straße gibt es wenige Menschen. Auch gerade weil wenige Touristen vor Ort sind, haben viele der familienbetriebenen Hotels schon Betriebsferien. Durch die herzliche Hilfe von unserem Fahrer Herr Zhang, konnten wir reibungslos in einem sauberen und gemütlichen kleinen Hotel wohnen.
Wenn von himmlischen Becken die Rede ist, denken die Chinesen sofort an zwei verschiedene Orte. Einer ist der Changbaishan Himmelspool, der andere ist der Bogeda Himmelspool in Xinjiang. Wenn noch ein dritter genannt werden soll, kommen sie oft schon ins grübeln. Der dritte ist der A’ershan Himmelspool. Er liegt auf einer Höhe von 1332 Metern über dem Meeresspiegel und wird damit nur vom Changbaishan Himmelspool und vom Xinjiang Himmelspool überragt. Über diese drei hinaus, habe ich auf der Karte des Reiseführers noch 8 weitere ausmachen können. Wer weiß, wie viele sich noch in dieser zehntausend Hektar großen Waldfläche verbergen.
Der A’er Gebirgs Himmelspool liegt im A’er Gebirgsnationalpark, welcher ca. 50 km von der nächsten Stadt entfernt liegt. Nachdem wir am Morgen aufgebrochen sind, haben wir ca. zwei Stunden bis zum Eingang des Nationalparks benötigt. Die Parkfläche ist sehr groß. Man darf mit dem Auto hineinfahren. Nicht lange nachdem wir den Park betreten hatten, sind wir am Fuß des A’er Gebirgs Himmelspool angelangt.
Wir sind entlang von Stufen die Bergwand emporgestiegen, was den ganzen Weg über nahezu wie Bergsteigen schien. Nach ungefähr einer halben Stunde, hatten wir das blaue Seeufer erreicht. Es ist ein elliptischer, vulkanischer See, der von Ost nach West ca. 450 Meter und von Nord nach Süd ca. 300 Meter misst. Heruntergefallene Blätter, Kiefernnadeln und weiße Birke säumen den kleinen See. Zu dieser Zeit erscheint das spätherbstliche Schilf am Seeufer schon sehr fahl. Es bewegt sich in dem klaren und sanften Wind, wobei es rhythmisch wankt, was sehr poetisch erscheint.
Auf den hölzernen Touristenpfaden gehend, durchschreiten wir die Wälder am Seeufer und genießen die märchenhaft erscheinende Stille und Schönheit.
Außer dem A’er Himmelspool, gibt es in den Wäldern noch den Jinjiang Himmelspool, den Tuofeng Himmelspool, den Jierguo Himmelspool, den Woniu Himmelspool, den Shuanggoushan Himmelspool uvm. Unter ihnen ist der Tuofeng Himmelspool auch eine der beliebtesten Attraktionen für die Touristen.
Aus landschaftlicher Sicht ist der Tuofeng Himmelspool sogar noch reichhaltiger als der A’er Himmelspool. Auf dem Weg zum Tuofeng Pool wurden viele Aussichtsplattformen errichtet, von denen jede einen anderen Blick auf die himmlischen Pools ermöglicht. Der vulkanische See am Tuofeng Himmelspool ist nicht rund, sondern er dehnt sich von Westen nach Norden länglich aus. Von der Höhe aus gesehen, ähnelt er einem großen Fußabdruck.