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Die meisten Menschen haben in ihrem Leben noch nie den Süd- oder Nordpol gesehen, aber in diesen abgelegenen Orten geschehen Veränderungen, die mit jedem Tag immer stärker auf jeden Menschen dieser Erde Einfluss nehmen. Mit einer Fläche von 14 Millionen qkm sind es Orte, der Extreme was Wind, Kälte und Eis betrifft. Derzeit ist der Südpol auch der einzige Ort auf der Erde, der noch von niemandem vollständig besetzt und erschlossen wurde. Wir setzen gerade Fuß auf dieses Gebiet. Am 10. April 2009 kehrte die 25. Südpolforschungsmannschaft nach Shanghai zurück. Der Vizepräsident des Ministeriums für Zentralmanagements und für Forschungsangelegenheiten im Polargebiet und der Ozeane, Chen Lianzeng, sagt: „Nach 25 Jahren Forschungsarbeit im Polarbereich um die erfolgreiche Etablierung der Kunlun-Forschungsstation, haben wir einen historischen Sprung geschafft, der Auswirkungen vom Grenzgebiet des Festlandes bis ins Kernland hat. Dies symbolisiert einen historischen Schritt, von einer großen Polarforschungsnation bis zur Großmacht der Forschung.“




Im November des Jahres 1984 wurde die erste chinesische Südpolexpedition mit 591 Mitgliedern entsandt. Am damaligen 31. Dezember bestieg die Expeditionstruppe die King George Insel im südwestlichen Polargebiet und hielt die Zeremonie der Grundsteinlegung der Great Wall Station ab. Vier Jahre danach, im November 1988, reiste die Expeditionsmannschaft zum ersten Mal in den östlichen Bereich des Südpols. Am 26. Februar 1989 wurde die zweite Südpolforschungsstation mit dem Namen „Zhongshan Station“ errichtet. In der Folgezeit wurden beide Stationen ausgebaut und vervollständigt, um eine stützende Plattform für die wissenschaftlichen chinesischen Polarexpeditionen zu bilden. Vor fünf Jahren hat China noch eine Nordpolforschungsstation, mit dem Namen Huanghe (Gelber Fluss) Station, im norwegischen Spitzbergen Atoll, auf Ny Alesund, (http://baike.baidu.com/view/296655.htm) errichtet.
Am 18. Dezember 2008 brach eine gewaltige chinesische Fahrmannschaft vom Larsemann Hügel am östlichen Südpol auf. Sie legten in 19 Tagen ca. 1300 km zurück und kamen erfolgreich am Dome-A Gebiet an. Dort wurde die Südpolforschungsstation Kunlun errichtet. Es ist die dritte chinesische Forschungsstation im Südpolgebiet und die insgesamt vierte Polarforschungsstation.
Am 27. Januar 2009 war die erste chinesische Station im inneren Polargebiet des Südpols fertiggestellt. Sie deckt den höchsten Eisberg im Polarsektor A ab. Sie kann die Bedürfnisse von 20 Expeditionsmitgliedern während einer Sommerperiode erfüllen und ermöglicht Forschungen und Experimente in den Bereichen Gletscherkunde, Astronomie, Geologie, Geophysik u.v.m. Sie ist im Augenblick auch die einzige Forschungsstation am Südpol, welche sich auf einer Höhe von über 4000 Metern über Meereshöhe befindet. Die chinesischen Wissenschaftler erhoffen sich, durch ihre Forschungen an diesem Ort in großem Maß die globalen Umweltveränderungen bestimmen zu können und noch mehr Geheimnisse der globalen Umwelt entschlüsseln zu können. Die Station liegt auf einer Eisschicht, welche einen Gebirgszug auf dem Kernland des südlichen Polarkreises, bedeckt. Die Forschungen in diesem Gebiet besitzen hohen wissenschaftlichen Wert und befinden sich vor einem idealen klimatischen und umweltmäßigen Hintergrund, ermöglichen astronomische Beobachtungen und Schätzungen sowie hervorragende geologische und Kerneisbohrungen. Gletscherforscher glauben, dass nur an diesem Ort zu Eisschichten vorgedrungen werden kann, die über 1 Million Jahre alt sind. Was die Forschung zur globalen Umweltveränderung betrifft, so liegen der Forschung bisher nur Eisproben von vor ca. 900.000 Jahren vor. Es ist eine mühsame Arbeit, aber für die Menschheit ein selbstverständlicher Beitrag. China hat bereits damit begonnen.
Die chinesische Forschung am Nordpol ist im Vergleich zu der Südpolforschung verspätet. In den Jahren 1999, 2003 und 2008 unternahm China jeweils unabhängig voneinander Forschungsarbeiten am Nordpol. Es wurde die erste chinesische Forschungsstation am Nordpol gegründet, die Huanghe-Station. Für die Erforschung des nördlichen Polarmeeres und der nördlichen polaren Eisdecke sowie der gegenseitigen Beeinflussung von Meereseis und Atmosphäre, wurde eine Serie von komplexen Untersuchungen vorgenommen. Eine große Menge an Daten und Stichproben wurden gewonnen. Für die zukünftige Polareis- und Meeresforschung, im Bezug auf die Wirkung der schnellen klimatischen und umweltbedingten Veränderungen, bietet die Klimaveränderung am Nordpol reichlich Datenmaterial um dessen Auswirkungen auf die klimatischen Zusammenhänge in China zu erforschen. Die Nordpolarforschungen Chinas sollen sich verstärkt darauf konzentrieren. Die chinesischen Wissenschaftler meinen, dass damit eine bessere Grundlage für die chinesische Entwicklungspolitik und die Verhinderung von Naturkatastrophen geschaffen wird.