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Karneval der Künste auf der Grassteppe
Text und Fotografien von Li Haile

 

Der August ist in der Grassteppe der Inneren Mongolei genau die Saison, in der das Gras wächst, die Adler fliegen, die Rinder und Schafe Mast sind. Jedes Jahr sind in diesem Zeitraum unzählige Touristen hier, um die Schönheit dieser Landschaft zu bewundern. Vom 18. -- 26. August 2009 kamen die Botschafter, Kulturminister, Künstler und Touristen sämtlicher asiatischer Länder in Erdos, einer aufstrebenden Stadt im Selbstverwaltungsgebiet Innere Mongolei und Geburtsstätte von Dschingis Khan, zusammen, um dem 11. Asiatischen Kunstfestival zu beizuwohnen. Das Hauptthema ist „Die fröhliche Grassteppe“.

Die erlesene Versammlung der Künste

Während des Kunstfestivals ist die Abendgala zur Eröffnung, ohne Zweifel das zentralste Ereignis. Am Abend des 18. Augusts fiel in der Stadt Erdos der Vorhang für die Eröffnungsvorstellung des 11. Asiatischen Kunstfestivals auf dem Kunstplatz. Wie der Chefregisseur des Kunstfestivals, Yang Dongsheng,  vorstellt, ist das Thema der abendlichen Eröffnungsgala „Der asiatische Flair, der chinesische Mut, die Besonderheit der Inneren Mongolei“. Die gesamte Veranstaltung wurde in 6 Abschnitte unterteilt und versammelte die vorzüglichen Darbietungen von mehr als 300 Künstlern aus vielen asiatischen Ländern.

Ein nicht enden wollender Regen machte eine Verschiebung, des ursprünglich auf Abends 20:30 Uhr geplanten Veranstaltungsbeginn, um eine Stunde notwendig. Dadurch war der Veranstaltungsort unter freiem Himmel, für die 60.000 Teilnehmer immer noch die richtige Entscheidung. Die weit und hell klingenden Gesänge der Inneren Mongolei, die eleganten nordkoreanischen Trommeltänze, die lebhaft feurigen pakistanischen Tanzeinlagen, sie wurden von nahezu 300 Darstellern der 19 Veranstaltungsgruppen aus China und anderen asiatischen Ländern vorgetragen. Sie vereinten Volkskunst aus dem Leben von verschiedenen Minderheiten, des 44 Millionen qkm umfassenden asiatischen Kontinents. Für nahezu 50.000 Personen Publikum brachten sie auf dieser Bühne ein Fest der Künste dar.

Am Abend des folgenden Tages wurde im Tiexi-Park des Dongsheng-Gebiets ein Kunstumzug mit Blumenwagen veranstaltet. Nach dem Abendessen kam Baritu mit Frau und Tochter in den Tiexi-Park. Er meinte hier gut einen Platz zum Stehen finden zu können, jedoch musste er feststellen, dass zu beiden Seiten der Straße schon längst ein geschäftiges Treiben des Publikums stattfand. Es waren die besonderen Trachten von Nationalitäten von den aufführenden Gruppen, verschiedener Regionen zu sehen, u. a. aus Nordkorea, Vietnam, Singapur, Sri Lanka, Laos und Myanmar. Sie zogen eine nach der anderen vorüber. In den Worten von Baritu lag grenzenlose Begeisterung: „Zuvor habe ich nur im Fernsehen ausländische Musik und Tänze gesehen, dieses Mal kann ich mit eigenen Augen, vor der eigenen Haustür alles beobachten. Es ist ein Gefühl der Vollkommenheit“.

Wie der Veranstalter vorstellt, soll der während diesem asiatischen Kunstfestival stattfindende Straßenumzug auch in anderen Städten, wie Baotou, Hohhot, Wuhai u.a. des Selbstverwaltungsgebiets Innere Mongolei, abgehalten werden. Damit soll noch mehr Menschen die Möglichkeit gegeben werden, die Volkskunst von anderen asiatischen Nationalitäten zu genießen. Außerdem soll nach dem asiatischen Kunstfestival in der Inneren Mongolei, die herausragende Künstlergruppe Erdos Ulan Muqir in anderen asiatischen Ländern Vorstellungen geben, sowie regen Austausch vorantreiben.

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