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Karneval der Künste auf der Grassteppe
Text und Fotografien von Li Haile

Ein Fest der Künste

Wie der Leiter des Verbindungsbüros für ausländische Kultur im Kulturministerium, Dong Junxin, vorstellt, ist das 11. Asiatische Kunstfestival seit seiner Gründung das erste Mal im westlichen Gebiet Chinas abgehalten worden. Es ist das erste Mal im Gebiet von Minderheiten. Deswegen hebt es die Kultur der chinesischen Minderheiten hervor. Besonders die alte Volkskultur der mongolischen Nationalität war an diesem asiatischen Kunstfestival eine Besonderheit und ein Glanzpunkt.

Erdos bietet von den alten mongolischen Kulturen, eine der am vollständigsten erhaltenen Kulturen in China. Ebenfalls ist das Naadam Treffen, welches jedes Jahr im Juli bzw. August abgehalten wird, ein uraltes sportliches und kulturelles Spitzenevent auf der mongolischen Grassteppe. Es kann am besten die traditionelle Kultur und Brauchtümer der mongolischen Nationalität verkörpern. Am Morgen des 19. August war es eine der Hauptveranstaltungen am diesjährigen asiatischen Kunstfestival. Das Erdos-Naadam-Treffen wurde an der Grabstätte von Dschingis Khan, welches auch ein beliebtes Reiseziel ist, eröffnet.

Der Amerikaner Chris Lowery ist schon über einen Monat in Erdos, aber die Vorstellungen des farbenfrohen Naadam-Treffens haben in ihrem Eindruck noch nicht nachgelassen. Traditionelle Sportarten wie das Bogenschießen, mongolisches Ringen und Reitakrobatik beeindrucken ihn. „In den USA kann man sehr selten solche verschiedenen Formen der Kultur beobachten. Die hiesige Kultur ist sehr schlicht und dennoch ist ihr Inhalt so reichhaltig. Alles steckt voller Lebensenergie“, sagt er.

Die Hauptinhalte des 11. Asiatischen Kunstfestivals waren die Ausstellung von traditionellen Trachten, von 30 Nationalitäten. Die Ausstellung von Handwerkskünsten von 21 Nationalitäten und Tänze, sowie Gesänge von 15 Nationalitäten. Desweiteren die Feiertage und literarischen Werke von 11 Nationalitäten. Das Mitglied der staatlichen Kulturdelegation der Mongolei, Erden Batu, sagte nach Besichtigung der Ausstellung:  „Im Umfeld der heutigen internationalen Globalisierung, verdient das Ausmaß, mit welchem China den Schutz und die Weitergabe der traditionellen Kultur betreibt, Bewunderung. Gleichzeitig gibt es auch viele Punkte, die es lohnt zu erlernen.“

Vom 17. – 26. August fand im Museum für grüne Bronzewerke in Erdos die Ausstellung „Vier Meere, eine Familie“ statt. Es ist die vierte Ausstellung von Kunstsammelwerken organisiert in der Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und ausländischen Botschaften und auch eine der Eröffnungsveranstaltungen dieses asiatischen Kunstfestivals. Insgesamt gibt es über 350 Exponate, welche von 48 Botschaften zur Verfügung gestellt wurden. Darin enthalten waren Malereien, Fotografien, Skulpturen, Kunsthandwerke u.v.a. Der stellvertretende Leiter der Kulturabteilung Zhao Shaohua sagte an der Eröffnungsveranstaltung: „Das ist ein Fest der Künste und noch mehr ein Beweis der Freundschaft zwischen der Bevölkerung aller Länder. Beim Genuss der herausragenden Volkskunst jedes Landes konnten wir gleichzeitig unser Verständnis über die Kultur der Länder vertiefen. Es bereichert nicht nur das kulturelle Leben der allgemeinen Bevölkerung, sondern setzt auch den kulturellen Austausch von China mit dem Ausland in Gang.“

Im Vergleich mit den vergangenen asiatischen Kunstfestivals, wurde bei diesem zum ersten Mal der „Runde Tisch“ des asiatischen Kulturministeriums einberufen. Am Morgen des 19. August hießen vor dem Zentrum des Runden Tisches des asiatischen Kulturministeriums, mongolische Mädchen die Teilnehmer mit ihren Gesängen herzlich willkommen. Den Ministern aus allen Teilnehmerländern wurden die traditionellen Hadas (Seidenschal, der traditionell Gästen zur Begrüßung gereicht wird) gereicht. Am Treffen nahmen Vertreter aus China, Japan, Nordkorea, der Mongolei, Singapur usw. teil. Insgesamt waren die Kulturminister aus 17 Ländern am runden Tisch versammelt. Sie tagten über den Einfluss der globalen Wirtschaftskrise auf die kulturelle Entwicklung und deren Chancen und Risiken. Außerdem unterzeichneten sie das Erdos-Abkommen, welches eine Zusammenarbeit der asiatischen Länder im Bereich der kulturellen Entwicklung einleiten soll.

Das asiatische Kunstfestival ist seit der Gründung des modernen Chinas das erste, im internationalen Rahmen abgehaltene Kunstfestival, mit lokalem Charakter. Nach der ersten Veranstaltung im Jahr 1998 in Beijing, wurde es bis heute 11 Mal abgehalten. Mit seiner jährlich einmaligen Veranstaltung ist es im asiatischen Raum schon zu einem international bekannten Kunstereignis geworden. Es wird zur Bühne für Nationalitäten aller asiatischen Länder.

 

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