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Der Sailimu See
Text und Fotografien von Sun Qijiang und Zheng Xin

Der Sailimu See liegt in einem Landschaftsgebiet, im Grenzgebiet des Autonomen Gebiets Xinjiang bei Bortala und dem Selbstverwaltungsgebiet Innere Mongolei bei Zhizhou. Es ist in  Xinjiang der größte und schönste Hochgebirgssee. Sein alter Name lautet Ruhai (zu Deutsch: Milchsee) bzw. Tianchi (zu Deutsch: Himmelssee). Die Wasserfläche beträgt 458 qkm und erreicht eine maximale Tiefe von 92 Metern. Es befinden sich 21 Milliarden Kubikmeter Wasser in dem See, welcher sich auf einer Meereshöhe von 2073 Metern befindet. Es ist der größte und höchste See des gesamten Landes mit einer Kaltwasserfischzucht. Im Jahr 2004 wurde er vom Staatsrat in die Liste der landschaftlichen Kernsehenswürdigkeiten aufgenommen.

Unser Auto startet von der Lokalstadt Wenquan. Nachdem wir ungefähr 1 ¾ Stunden Fahrt über etliche Berggipfel hinter uns haben, erreichen wir gegen Mittag endlich den Nordzugang am Sailimu See. Wir halten an einem, mit einer Funkantenne versehenen Berggipfel unseren Wagen und steigen aus. Bei Windböen mit einer Stärke bis zu Stufe 10 erklimmen wir die Bergspitze. In den Augen reflektiert sich das Wasser des Sailimu Sees und des Himmels, welche die gleiche Farbe haben.

Wegen der starken Bewölkung ist die Sicht eingeschränkt. Die Position um Bilder aufzunehmen ist auch nicht ideal. Da die Zeit sehr drängt, beschließen wir nur eine Runde um den See zu laufen und Bilder aufzunehmen, die sich gerade ergeben. Es kommt fast eine Begeisterung wie beim Straßenkehren auf.

Auf dem 90 km langen Weg um den See herum hielten wir immer wieder an. Die Zeit bis 16 Uhr verbrachten wir mit dem Aufnehmen von Bildern, bevor wir dann zum Bortala Hotel eilten, welches ein Mongolisches Zelt, am Ostzugang zum Sailimu-See, ist. Nach einem hastigen Mittagessen, begaben wir uns alle zur Ruhe, mit der Hoffnung auf eine Besserung des Wetters. Abends um 8 Uhr begannen wir gemäß unserem Plan, mit der Seeumrundung, bei der wir weitere Aufnahmen machen wollten. Leider waren wir gerade etwas mehr als 10 km gekommen, ständig begleitet vom Regen, als Schneeflocken auf den Sailimu-See zutrieben. In weniger als 10 Minuten verwandelte sich vor unseren Augen alles in ein weisses Schneetreiben. Das Wasser des Sees nahm eine grau-braune Farbe an. Sintflutartig schlug eine Welle nach der anderen an das Seeufer.

Einen Tag danach waren wir etwas deprimiert, da wir nicht die Aufnahmen machen konnten, die wir uns erhofft hatten. Abends nach 10 Uhr unternahm der Leiter des Tourismusbüros von Bortala und Zhizhou des Selbstverwaltungsgebiets Innere Mongolei, Ren Chunsheng, mit uns eine Autotour um die 90 km. Er kam von Bole Stadt zu uns hergeeilt zum gemeinsamen Abendessen. Dabei erzählte er Legenden rund um den Salimu-See.

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