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Vor sehr langer Zeit war der Salimu-See nur so groß wie ein Quellbrunnen. Außen herum gab es nur Gras- und Ödland. Die hier lebenden Hirten liebten sehr dieses Quellwasser. Eines Tages kam eine große Dürre auf. Die Getreide der Bauern verdorrten alle. Die Leute standen schon vor Sonnenaufgang auf um zu beten und Gott um Regen anzuflehen.
Eines Morgens schürften die Hirtin Sai Li und ihr jüngerer Bruder Sai Mu an der Quelle nach Wasser. Als sie die schwierige Lage ihrer Mitbürger sahen, fühlten sich die beiden sehr niedergeschlagen. Sie diskutierten darüber, wie sie den Menschen helfen können, diese schwere Zeit zu überwinden. Plötzlich spiegelten sich im Wasser zwei weiße Schwäne, die mit ihren weißen Flügeln schlugen und unter Tränen mit betrübter Stimme sagten: „Hirtin geh schnell, eure Aufrichtigkeit berührte Allah. Innerhalb von zwei Tagen werdet ihr so viel Quellwasser haben, dass ihr es nie verbrauchen könnt. Damit ihr aber gegenüber Allah eure Aufrichtigkeit und euren Respekt ausdrücken könnt, müsst ihr ihm Morgen früh einen Jungen und ein Mädchen bringen.“ Nachdem die Schwäne fertig gesprochen hatten, waren sie verschwunden. Die beiden Geschwister trugen ihr Wasser nach Hause und erzählten diese Nachricht ihrem Vater Sai Bake. Als dieser die Geschichte zu Ende gehört hatte, wusste er was zu tun war. Am Abend, als die beiden auf dem Teppich schliefen, traf er bei dem Gedanken an die Gemeinschaft eine Entscheidung. Nach Anbruch des nächsten Tages gingen die beiden Geschwister zu der Quelle um Wasser zu schöpfen. Nachdem sie die Schöpfgefäße abgestellt hatten, sprachen sie zum Quellwasser: „Himmel, wir sind bereit unser alles zu opfern, um noch mehr Bewohnern ermöglichen glückliche Tage zu verbringen!“ Die Worte sind gerade verklungen, als sich der Fleck Quellwasser zu einem blauen See verwandelten.
Sai Bake entdeckte, dass Sai Li und Sai Mu nicht mehr zu sehen waren. Sie waren nirgends mehr zu finden. Da er die armen Kinder nicht mehr finden konnte, weinte er sich von Kummer die Augen aus. Zu dieser Zeit erhoben sich im See zwei kleine Inseln; jeder sagte, sie verkörpern Sai Li und Sai Mu.
Die davon berührte Königin Mutter Niangniang, nahm die Jadenadeln aus ihren Haaren und gab sie an den See, wo sofort üppiges, grünes Gras und frische Blumen wuchsen. Es entstand der heutige wunderschöne Anblick.
Von da an nannten die Hirten, in Erinnerung an die beiden Geschwister Sai Li und Sai Mu, den See Salimu-See.
Vielleicht ist es eine Anordnung von Gott, dass am 26. Tag der Salimu-See endlich seinen Schleier der Schönheit offenbarte.
Der Salimu-See ist am frischen Morgen so schön, dass er den Menschen den Atem raubt. Unter azurblauem Himmel sieht das grüne Gras am Seeufer wie Kissen aus. Die frischen Blumen blühen üppig. Unter den Sonnenstrahlen ist das Seewasser klar und azurblau. Die Tiefe erscheint wechselhaft wie gefärbt. Am fernen Ufer erheben sich Schneegipfel in die Höhe. Wald und Wasser sowie aufgetürmte Felsen. Die Wiesen am Seeufer, die auf den Berghängen ordentlich angeordneten Filzzelte, Rinder und Schafe erscheinen wie Wolken oder Wolle. Wir sind fast im Paradies auf Erden angekommen.
Wir sind nur 30 Stunden am Sailimu verweilt. Nachdem wir Wind, Regen und Schnee erfahren hatten, sind wir endlich dazu gekommen, die wunderschöne Landschaft hier zu fotografieren und können sie allen anbieten.