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Bei der Errichtung neuer Gebäude, wird einerseits ständig das Aussehen der Stadt neu gestaltet, gleichzeitig soll aber auch in entsprechendem Maß der Stil der Vorfahren gewahrt bleiben, damit der Charakter der Stadt erhalten bleibt. Von 1535 an wurde über hunderte Jahre, von den Portugiesen betrieben, der Stadt Macau ein tiefgreifendes europäisches Flair verliehen. Macau ist dennoch von seinen Wurzeln her eine traditionelle chinesische Gesellschaft. Im Anblick der Stadt sind die Besonderheiten der traditionellen chinesischen Gesellschaft auch noch frisch erhalten. Nach dem Eintritt in die Moderne, begannen viele Leute in großem Umfang mit der Landgewinnung. Es entstand eine große Zahl an modernen Gebäuden. Auf demselben Gebiet koexistieren traditionelle romantische Bauten und moderne Gebäude mit dem Geruch der Industrialisierung am gleichen Ort. Dabei wird der vergleichende Kontrast zwischen westlichen und chinesischen Altbauten möglich. Die kulturelle Dichte der Stadt wird unsichtbar erweitert. Durch den vielseitigen kulturellen Austausch wird der reiche Inhalt der gesamten Stadt deutlich, was der Stadt ihre besondere Ausstrahlung verleiht. Es gibt Leute, die sagen, dass die Gastronomie in Macaus portugiesischen Restaurants keines Falls den ursprünglichen Geschmack von Lissabon prägt, stattdessen verbindet sie die chinesische Küche von Guandong, Indien, Südostasien u.v.m. Sie bedenkt den Geschmack und die Gewohnheiten der Leute von Macau und stellt damit ihre Genialität heraus. Falls Macau ein großes Essen ist, dann sind die Gebäude seine Gewürze. Nach einigen hundert Jahren des Kochens entsteht erst dieser schöne Geschmack.




Das kulturelle Erbe der Stadt
Am 15. Juli 2005 wurde auf dem 29. Treffen des Weltkulturerbe-Komitees der UNESCO im Südafrikanischen Durban beschlossen, dass der historische Stadtteil von Macau in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird. Diese historische Gebäudegruppe, welche die Verschmelzung des westlich-chinesischen Kulturaustausches darstellt, ist die 31. Stätte eines Weltkulturerbes in China. Das historische Stadtgebiet von Macau, ist innerhalb der Grenzen von China, das älteste übriggebliebene historische Stadtgebiet. Es hat den größten Umfang und ist am besten erhalten. Hier kann man die höchste Konzentration an sich gegenüberstehenden westlichen und chinesischen Bauten sehen. Es ist auch das einzige Weltkulturerbeprojekt, mit dem sich China im Jahr 2005 beworben hat. Es hat den Altstadtkern von Macau als Zentrum und wird über Plätze und Straßen zu einem Ganzen verbunden. Darin gibt es mehr als 20 historische Gebäude.
Tatsächlich ist es ein kleiner Wirtschaftskörper. Die regionale Fläche in Macau ist sehr klein und die natürlichen Ressourcen beschränkt. Seit dem 20. Jahrhundert ist die Globalisierungswelle immer heftiger. Besonders seit China sich immer mehr in die weltweite Wirtschaft integriert, ist die Glücksspiel-Unterhaltungsbranche einem immer heftigeren Wettkampf ausgeliefert. Macau begegnet gleichzeitig einem heftigen äußeren Wettbewerb und dem Risiko der Verdrängung.
Angesichts dieser Art von internationaler und einheimischer Wettbewerbsstruktur, war die Regierung des Selbstverwaltungsgebiets Macau sehr gut in der Lage die Beziehung zwischen Entwicklung und Schutz zu regeln. Die Kulturtourismusprodukte wurden erschlossen und damit eine vielfältige Entwicklung in den betroffenen Branchen angestoßen. Um die kulturellen Besonderheiten von Macau zu fördern, wurde ein neues Stadtbild geschaffen.
Zu erwähnen ist, dass mit der schnellen Entwicklung von Macaus städtischen Gebäuden, bei der Errichtung von neuen Häusern und dem Schutz des Altstadtgebietes, es nicht zu vermeiden war, dass einige Problemstellen entstanden. Bei der Lösung dieser Probleme passte sich die Stadtregierung von Macau der öffentlichen Meinung an. Den guten Rat annehmend wurde ein Lösungsansatz geschaffen, der alle Beteiligten zufrieden stellt. Die Xifen Straße Nummer 6 beherbergt die Zentrale des Sozialbüros von Macau und wird im Volksmund als „Lanwuzi“ (deutsch: Amt des blauen Zimmers), bezeichnet. Es ist ein zweistöckiges Gebäude im portugiesischen Stil und hat eine über 70-jährige Geschichte. Im Juni 2006 hatte das Bauamt die Absicht dieses Gebäude abzureisen, um ein neues 14 stöckiges Gebäude zu errichten. Die Stadtbevölkerung war sehr unzufrieden damit. Im Januar 2007 fand eine Expertenschätzung statt, welche ergab, dass dieses Gebäude einen sehr hohen Wert hat und deshalb erhalten bleiben soll. Das stimmte die Stadtregierung um und veranlasste sie das neue Bürogebäude an einer anderen Stelle zu errichten.