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Im westlichen Abschnitt von Sanjiangyuan (dem Quellgebiet von Yangtse, Gelbem Fluss und dem Lancang Fluss) und dem Naturschutzgebiet Kekexili, der Qinghai Provinz, befindet sich am Quell des Chumar Flusses, ein Kloster des tibetischen Buddhismus, mit dem Namen Zhiran, welches der Nyingma Sekte (Sekte des tibetischen Buddhismus) gewidmet ist. Dieser Ort liegt durchschnittlich ungefähr 5000 Meter über dem Meer und ist ein Gebiet der Kalttundra. Die Hirten um das Kloster herum stammen alle von Vorfahren aus Golong ab, die hierher eingewandert sind. Das Kloster Zhiran ist ebenfalls ein Ableger des Achung Klosters von Golong. Seine frühere Erscheinung war nur durch einige Zelte geprägt. Im Jahr 1983 wurde vom einzigen Mönch im Kloster und drei Hirten aus eigenen Mitteln ein Umbau finanziert. Als Transportmittel diente ein Traktor. Es wurden Steine und Erde vor Ort verwendet, was zu einer Bauzeit von 4 Jahren führte, um die Tonziegel für den Klosterhof aufzuschichten.



Das Kloster Zhiran ist mit anderen Klöstern der Qinghai Provinz verglichen, nicht gerade imposant und auch nicht bedeutend. Sein Umfang erreicht nicht einmal den der Bauernhöfe in der Umgebung. Allerdings kann in einem solch schlichten, unbekannten und kleinen Kloster, dennoch nach alter Tradition der klassische tibetische Buddhismus der Nyingma weitergegeben werden. Im Leben der buddhistischen Traditionen, hat dieser kleine, aus Lehm geschaffene Ort, eine besondere Nähe zum Buddhismus. Es ist ein spiritueller Ort der Hirten, sowie ein Kulturzentrum. Der amtierende Abt, Pema Dainzhen Rinpoche, wird als lebender Buddha verehrt. Wenn er von einer langen Reise zum Kloster zurückkommt, ist es für alle wie ein großer Festtag. Sie kommen auf Pferden und Motorrädern, um sich an diesem Ort zu versammeln und dem lebendigen Buddha zu huldigen. Taschen mit Rinderdung werden herbeigebracht, da er als Heizmittel verwendet wird.
Nyima Oden hat seinen Hof am nächsten beim Kloster. Seine Frau Yeshe Dolma, hat mit ihren 30 Jahren schon 3 Kinder geboren. Die älteste Tochter ist schon im Schulalter, Der kleine Sohn ist noch nicht mal 2 Jahre alt. Er wurde aber schon vom Meister als Mönch aufgenommen. Im vergangenen Jahr hat Yeshe Dolma noch mal ein Mädchen geboren. Es hat gerade das Stehen gelernt. Weil die natürliche Umgebung sehr schlecht ist, wurde ihr Zuhause am Fuß des Klosters schon zum Lager umfunktioniert. Die Familie ist an einen Ort nahe der Qinghai-Tibet Eisenbahn gezogen. Dort haben sie sich eine Blechhütte zusammengebaut. Die Weidefläche der Rinder von Nyima Oden liegt allerdings immer noch in der Umgebung des Klosters. Deshalb kommen sie noch oft in die Nähe des Klosters, um die Weide zu bestellen. Wenn der lebendige Buddha Rinpoche auf Reisen ist, hat der die Verantwortung zur Bewachung der Klosterschätze auf sich genommen. In der Zeit, wenn Rinpoche sich zur Meditation zurückzieht, wird er auch zum größten Teil durch die Familie mit Essen versorgt.