|
BESTELLEN VON CHINA IM BILD |



|
|
Vom Stil der Gebäude her, vereint das Anwesen LIushi nördlichen und südlichen Stil. Besonders genial wird die Handwerkskunst der kaiserlichen Gebäude in das Leben der Bevölkerung integriert. Beim Betreten des Anwesens kann man unter sich unübertroffen schöne Holzschnitzereien, Steinmetzarbeiten und Ziegelarbeiten sehen, die sich über die Torschwellen einer jeden Straße, Fenstergitter, Geländer, Dachsimse, sandelhölzerne Dachbalken und Schurze ziehen. Die Holzschnitzereien bieten viele verschiedene Motive, nur die Fensterbilder beschränken sich auf 40 Motive. Keines gleicht dem anderen. Einige Ziegelarbeiten weisen auch eine besondere Raffinesse auf. Die Inhalte der geschnitzten Darstellungen erzählen nicht selten alte chinesische Geschichten. Sie sind sowohl einzigartig kultiviert, als auch moralisch tiefgründig. Die Gefühle und Ideale der Familie Liushi werden dadurch vermittelt. Deshalb sind auch überall Hausregeln, taktvolle Anweisungen, Sprichwörter und mahnende Sätze ersichtlich. Sie reichen von dem Respekt gegenüber den Alten und der Liebe gegenüber den Kindern bis zur treuen Pietät und billigenden Toleranz. Das richtige Taktgefühl zwischen Hausherr und Dienstpersonal, sowie die Gründungslehre der neun Stämme. Es gibt nichts, was nicht berücksichtigt wurde. Sie berücksichtigen die öffentliche Moral der Gesellschaft, das Einkommen der Bewohner, den Umgang mit Strafen und vielen weiteren Angelegenheiten. Von der Gesamtheit bis hin zur Abteilung, von der Abteilung bis zum Einzelnen Individuum, alle spiegeln sie die kulturellen Lehren der Liushi Familie, ihrer Ahnen bis hin zu den kulturellen Ansichten von Liu Zongyuan wieder. Alle Nachkommen wurden tief von diesen Werten beeinflusst. An diesem friedlichen und erhabenen Ort, wo eine reichhaltige kulturelle Atmosphäre herrscht, bildeten die Nachkommen ihren Charakter, erzogen die Familie, regierten das Land und sorgten für eine gerechte irdische Ordnung.
Im Liushi-Anwesen kann man noch eine weitere bemerkenswerte Geschichtsspur verfolgen. Es ist eine Reihe von berühmten Literaten. Zhu Xi (1130 - 1200) aus der Song Dynastie und Wang Yangming (1472 - 1529) aus der Ming Dynastie sind die bekanntesten chinesischen Philosophen der damaligen Zeit. An diesem Ort gibt es alle Schriften, die sie uns hinterlassen haben. Der berühmte Maler Wen Zhengming (1470 - 1559) der Ming Dynastie hat hier ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Seine Werke haben einen unermesslich hohen Betrachter- und Kulturwert. Aus den bereits erwähnten Malern, Literaten und Schnitzkünstlern gab es in Liushi noch die Yinglian-Familienlehre, antike Holztagel mit Inschriften, Grabinschriften und weitere Werke von hunderten verschiedener Künstler. Ebenfalls zu den Kunstschätzen zählen die acht Machtsäulen des Kaisers und 26 Wandmalereien sind ebenfalls erwähnenswert.
Seit alter Zeit durch Berge von der Außenwelt abgeschnitten und mit einer Bevölkerung, welche die Bergkämme nicht erklomm, war das Gebiet von der Außenwelt abgeschnitten. Es hat sich über 1000 Jahre nicht verändert und seine Eigenheiten bewahrt. Auch aus diesem Grund ist es vollständig erhalten geblieben. Die Liushi-Familie besteht bis heute in der 43. Generation. Sie bewahren bis heute ihre lebenslangen Familienrituale inklusive der Amtserziehung und den alltäglichen Aufgaben des Lebens. Eine vollkommene Ordnung und zahlreiche Zeremonien drücken die tiefgreifende und traditionelle Kultur dieser Familie wieder.
Der Urahn Liu Zongyuan hatte eine Redensart: „Schönheit, aber nicht die eigene, muss für die Menschen bewiesen werden“. Die Ortschaft weist eine Natürlichkeit in Verbindung mit der Schönheit der Gebäude auf. Dass die Menschen 600 Jahre in diesem Dorf ihr Leben verbrachten, Liu Zongyuan mit Kühnheit Reformen anstrebte, führte dazu, dass seine Nachfahren diese Tradition von Generation zu Generation weiterreichten. Daraus entstand eine Ehrfurcht gegenüber der traditionellen chinesischen Kultur.