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Das Bergdorf Luobo in Wenchuan nach dem Erdbeben
Text: Li Lijuan

Das Bergdorf Luobo liegt innerhalb der Grenze der Gemeinde Yanmen, im Kreis Wenchuan, des autonomen Bezirkes Aba. Hier ist die Qiang-Nationalität der Provinz Sichuan zuhause. Alle Bewohner von diesem Bergdor

f sind Mitglieder des Volksstammes Qiang, sie dort seit Generationen. Vor dem Erdbeben war das Luobo Bergdorf für sein schönes Landschaft bekannt. Es wurde als " Bergdorf in den Wolken“ bezeichnet. 

Vor dem Erdbeben hatte das Bergdorf Luobo bereits eine 4.000 bis 5.000 Jahre lange Geschichte und bekam deswegen den Titel „Hinterlassene Stadt des alten Qiang-Königreiches“. Die Wohnungen aus gelber Erde waren 300 bis 400 Jahre alt. Es war das größte und älteste Bergdorf der Welt, das aus gelber Erde gebaut wurde. Das Bergdorf bestand aus mehr als 200 Wohnungen, die sich hoch und niedrig auf diesem Gebirgsgebiet verteilten. Mehr als 70 Gassen, welche alle Wohnungen miteinander verbanden, durchzogen die Landschaft. Das ganze Bergdorf befand sich auf einem Stück Hochland, am südlichen Ufer des Flusses Minjiang, mit einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meer. Wenn man im Boot von unten nach Oben blickt, kann man grünes Flusswasser, grüne Felswände und das grüne  Bergdorf sehen. Wenn das Flusstal ganz in Neben gehüllt war, sah Luobo aus, wie ein in den Wolken stehendes Bergdorf. 

Das Wenchuan-Erdbeben, am 12. Mai 2008, verschluckte alles im Bergdorf Luobo. Mehr als 200 Wohnungen wurden in einer sehr kurzen Zeit zerstört und 44 Dorfbewohner kamen ums Leben. Als das Bergdorf vom Erdbeben heimgesucht wurde, arbeiteten die meisten Dorfbewohner gerade auf dem Feld und überlebten deshalb die Katastrophe nur knapp. Glücklicherweise überlebten auch mehr als 100 Kinder. 

Die Arbeiten zur Katastrophenhilfe und zum Wiederaufbau begannen am 21. Mai 2008. Die Spenden, wie Geld und verschiedene Gebrauchsgegenstände, sowie die freiwillige Helfer kamen aus allen Landesteilen nach Wenchuan. Bis zum Oktober 2009, war der Wiederaufbau des Bergdorfes Luobo abgeschlossen. Es war der erste restaurierte Ort in der Katastrophenregion Wenchuan. Das neue Bergdorf Luobo wurde einheitlich geplant und aufgebaut. Jeder Haushalt bekam eine 52 qm große Wohnung und zwei 40 qm große Zusatzanlagen außerhalb der Wohnung, worin sich u.a. die Küche und Toilette befinden. Die Fertigungskosten eines solchen Baus betrugen insgesamt ca. 60.000 Yuan. Die Kosten wurden hauptsächlich von der lokalen Regierung der Stadt Jiangmen übernommen. Jeder Haushalt zahlte dafür höchstens einen Anteil von 5.000 Yuan. 

Außer den Wohnungen, mit finanzieller Unterstützung der Stadtregierung von Jiangmen, wurde noch eine 15 km lange Straße aus Beton angelegt, die das Bergdorf Luobo direkt an eine Nationalstraße anbindet und gleichzeitig eine 13,5 km lange Wasserleitung einschließt. Für die Bewohner im Bergdorf Luobo hat sich somit das Problem des Wassermangel gelöst. Die Stadt Jiangmen hatte im ersten Jahr nach dem Erdbeben insgesamt 9 Dörfer der Gemeinde Yanmen finanziell unterstützt. Das Bergdorf Luobo erhielt insgesamt Investitionen im Wert von mehr als 30 Millionen Yuan. 

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