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Sehr viele der Menschen, die im Umkreis des Naturschutzgebietes leben, gehören der Li-Nationalität an. Sie glauben, dass der Shanmaguai-Frosch magische Fähigkeiten besitzt. Sein Ausatmen erzeugt den Wind und er kann Regen schaffen. Damit garantiert er eine reiche Ernte. Aus diesem Grund lehnen sie es ab, wilde Frösche zu fangen, um sie im Anschluss zu verspeisen oder zu verkaufen. In den Legenden vieler Minderheiten dieses Berggebietes symbolisiert der Frosch den frohen Wunsch nach vielen Kindern und Enkelkindern. Er ist mancherorts sogar Gegenstand einer heiligen Verehrung. Auf der Insel Hainan verehrt die Li-Nationalität besonders den Shanmaguai-Frosch, wegen seiner Fruchtbarkeit. Viele der Mädchen haben dort Abbildungen des Frosches als Tätowierung auf dem Körper. Er ist das meistgewählte Symbol. Ebenfalls taucht er auf Alltagsgegenständen, wie Röcken, Bronze- und Ledertrommeln u.v.m. auf.
Dies gewährt den Fröschen jedoch kein ewiges Paradies. In Folge der sich entwickelnden landwirtschaftlichen Industrie, sowie der Fruchtbarmachung von Land, kann es nicht verhindert werden, dass auch die Froscharten dadurch Schaden erfahren. Bei der landwirtschaftlichen Tätigkeit werden Unkrautvernichtungsmittel verwendet. Diese gelangen jedoch nur zu einem kleinen Teil an die entsprechenden Pflanzen. Der meiste Teil wird von den Tieren und dem Erdboden aufgenommen. Über das Wasser kommt auch die Haut der Frösche damit in Kontakt. Ihre Haut ist ganz von kleinen Öffnungen übersät und damit sehr Durchlässig. Außerdem haben sie von Geburt an keine schützende Außenhaut, wodurch sie direkt mit der umgebenden Umwelt in Kontakt stehen. Gegenüber Veränderungen der Wasserqualität sind sie außergewöhnlich sensibel. Untersuchungen zeigen, dass die Verwendung von Düngemitteln in der Nähe von Wohngebieten die Geburtenrate und Aktivität bei Kaulquappen sehr stark eindämmt. Außerdem wird dadurch bewirkt, dass die Fähigkeiten zum Nahrungsfang bei den Froscharten in großem Ausmaß abnehmen. Deshalb wird durch die Nutzung der Wasserressourcen sowie durch Verlegung von Wasserquellen den Amphibien die Möglichkeit zur Vermehrung und Fortpflanzung genommen.
Zudem liefert die weltweite industrielle Produktion einen weiteren negativen Seiteneffekt. Mit der Zunahme des Treibhauseffektes nimmt weltweit die Temperatur zu, die Ozonschicht bekommt Löcher, wodurch UV Strahlen ungehindert in die Erdatmosphäre eindringen können. Es erscheint wie eine unsichtbare Hand, welche die Frösche in ihrem Inneren erdrosselt und ihnen somit die Zukunft nimmt. Eine Überdosis an UV Strahlung beeinträchtigt die Fruchtbarkeit der Froscheier. Dadurch wird bewirkt, dass die Frösche nicht mehr normal gebären können. Zu hohe Temperaturen beeinflussen das Winterschlafverhalten der Frösche in ihrem natürlichen Rhythmus. Die Sterberaten nehmen sehr stark zu.
Tatsächlich gibt es diesen Umstand nicht alleine in China. Sehr früh schon im Jahr 1981 haben Wissenschaftler in Puerto Rico festgestellt, dass die Frösche immer seltener werden. Von 1970 – 2000 haben in den tropischen Regenwaldgebieten von Puerto Rico sich die Durchschnittstemperaturen um 1.11 °C erhöht. Dies hat einen sehr großen Einfluss auf die Amphibien, welche sehr sensibel für klimatische Veränderungen sind. Hohe Temperaturen führen dazu, dass ein trockenes Klima entsteht. Im Hochland der tropischen Regenwälder führen solche Veränderungen dazu, dass sich Pilzpflanzen in hohem Tempo ausbreiten. Sie schädigen dadurch die natürliche Umgebung. Eine weitere Folge ist, dass die Existenz von Fröschen und Artverwandten Tieren dadurch beeinträchtigt wird. Auf einigen Inseln bei Puerto Rico sind schon 3 von 17 dieser Tierarten ausgestorben. Zudem sind 7-8 Arten in ihrem Vorkommen bereits beträchtlich zurückgegangen. Deshalb warnen Wissenschaftler weltweit davor, dass die Folgen des Aussterbens von Fröschen sehr ernste Auswirkungen auf die tropischen Regenwälder haben werden. Es werden nicht nur die Frösche als Nahrungsquelle für andere Tiere fehlen, darüber hinaus werden die Insekten, welche von den Fröschen verzehrt wurden, stark zunehmen. Die natürliche Nahrungskette wird unterbrochen, wodurch das gesamte Ökosystem des tropischen Regenwaldes vom Zusammenbruch bedroht wird. Es sind Nutzpflanzen und deren Produkte, wie Naturkautschuk und Kaffee, die im tropischen Regenwaldgebiet gedeihen. Aus diesen Pflanzen wird versucht wirtschaftlich Profit zu schlagen. Für wirtschaftlich nutzbare Pflanzen werden große Flächen des Regenwaldes abgeholzt. Die natürliche Umgebung der Wälder wird durch den Menschen verändert. Die ursprünglichen Naturwälder sind nur schwer wieder herzustellen und viele der Tierarten sind unwiederbringlich verloren gegangen.