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Der altertümliche Ort Qianyang
Text und Fotografien von Yang Nan

 

Die Leute verbinden den Begriff der altertümlichen Ortschaften oft mit Fenghuang (Phönix) in der Hunan Provinz. Tatsächlich gibt es jedoch außer Fenghuang noch sehr viele andere kleine Ortschaften, die sich durch ihre Schönheit auszeichnen. Eine davon ist die       altertümliche Ortschaft Qianyang.

Im Herzen tragen wir tausende unterschiedlich

e Erwartungen, die uns in eine gespannte Erwartung versetzen. Die Reise beginnt in Huaihua, wo wir ein Fahrzeug besteigen. Unsere Fahrt geht über schneebedeckte Gipfel und durch unzählige Tunnels. Ins Auge fallen die üppig wachsenden Nanmu-Bäume und Bambushaine. Zwischen den Ansammlungen von Bäumen sind noch Gewässer und Hängebauten zu entdecken. Es scheint, als ob man seinen Körper in ein Gemälde aus Wasserfarben platziert hat. Das Auto verlangsamt seine Fahrt auf dem Bergweg. Inzwischen sind schon 4 Stunden Fahrt vergangen, als wir endlich an dem Ziel dieser Reise angekommen sind. Es ist die altertümliche Ortschaft Qianyang.

Obwohl wir bereits sehr viele Geschichten über Qianyang gehört haben, ist es jetzt, wo wir diesen Ort mit eigenen Augen sehen, immer noch ein Gefühl, das sich nur schwer mit Worten ausdrücken lässt. Es erscheint wie in die ,,Arkadien und ,,Pfirsich-        blütenquell von Tao Yuanming (365 -427). Brüchige Wände und antike grüne Dachziegel. Gemütlich spazierende Fußgänger und freudig tollende Kinder. In der Stille versteckt sind die Spuren der Geschichte eingeprägt. Die Bauern sind hier emsig und naturverbunden. Das Leben hier ist üppig und reichlich. Das Leben ist zwar arm und ehrsam, aber wenigstens gibt es noch ein bisschen das Flair von Glücklichkeit, das sich mit der Einfachheit des Lebens verbindet.

In der mittleren Region des Südens von Qianyang ist es, im Vergleich zu der 150 km entfernten Kreisstadt Fenghuang nur ein kleines, stilles und unbekanntes kleines Dörfchen. Der Ort Fenghuang erhielt seinen Ruf durch die Novelle ,,Grenzstadtvon Shen Congwen (1902 – 1988). Wenn sich die Reisenden verflüchtigt haben, erscheint Qianyang wie im alten Vortrag von Wang Changlin (698 - 756) als ein Eisherz im Jadekessel, noch genauso in einer totalen Stille. Erst in den letzten Jahren entwickelte sich die Redensweise Im Norden Fenghuang, im Süden Qianyang. Wenn Fenghuang immer noch abertausende Sympathien, wie eine kokette Königin empfängt, dann ist Qianyang einfach eine elegante Prinzessin aus der irdischen Welt. Vielleicht ist es auch nur, weil es ihr an Sympathie der Menschen mangelt, dass sie nicht gestört wird. Das führt dazu, dass alles noch in friedlicher Stille erhalten geblieben ist.

Qianyang liegt vollständig in der subtropischen Klimazone, welche durch Feuchtigkeit geprägt ist. Die vier Jahreszeiten unterscheiden sich hier deutlich. Die Einflüsse von Monsun und kontinentalem Klima sind offensichtlich. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 17 Grad Celsius. Aus Sicht von Wind und Niederschlägen kann dieser Ort zu den idealen Wachstumsorten des chinesischen frühen Zivilisations gezählt werden. Die altertümliche Stadt liegt in Mitten eines geografischen Beckens. Sie ist umringt von grünen Berggipfeln. Zwei       Flüsse ziehen hier ihre Bahn und durchziehen die Ortschaft mit ihrem klaren, smaragdgrünen Wasser. In der Ferne sind graue Wände zu sehen, von denen sich die Ziegel, wie mit Tusche gezeichnet, abheben. Es sieht aus wie ein Paradies inmitten der Menschen.

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