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Am 8. Juni 2009 starb Zhu Zhizhong, im Alter von 87 Jahren, im Kreis Pingjiang der Provinz Hunan. Einige Medien berichteten von seinem Tod und veröffentlichten Artikel zur Erinnerung an ihn. Warum erregte der Tod eines einfachen Mannes so große Aufmerksamkeit? Zhu Zhizhong war der letzte Lehrer von Chinas privaten Schulen gewesen.
Die heutigen Privatschulen ähneln der Lehranstalt „Sishu“ des alten Chinas. Sie wurden von einer privaten Person gegründet. Im alten China hatten Privatschulen die Aufgabe, die Schüler Lesen beizubringen und grundlegende Kenntnisse von den Lehren des Konfuzius zu vermitteln. Diese Unterrichtsweise existierte in China ca. 2000 Jahre l
ang. Seit dem Jahr 1935 wurde allmählich der Unterricht, in Privatschulen, im ganzen Land verboten.
Zhu Zhizhong wurde im Jahr 1923 in einem Dorf des Kreises Pingjiang, der Provinz Hunan, geboren. Im Alter von 7 Jahren besuchte eine Privatschule im Kreis Pingjiang. Wie Dokumentationen der Zeit berichten, gab es in der „Geschichte des Kreises Pingjiang“, im Jahr 1940, im ganzen Kreis, insgesamt 168 Privatschulen mit 4.000 Schülern. Da der Kreis Pingjiang in einer abgelegenen Gebirgsregion liegt, könnten viele traditionelle Privatschulen weiter bestehen bleiben. Seit 1942, begann Zhu Zhizhong als Lehrer an einer Privatschule, im Kreis Pingjiang, zu arbeiten. Im Dezember 2003 ging er in Rente.
Um das Jahr 2002 waren, in allen großen, mittelgroßen, sowie kleinen Städten Chinas, verschiedenartige Privatschulen entstanden. Die derzeitigen Privatschulen wenden, die Unterrichtsmethoden und Inhalte, die denen der alten Privatschule entsprechen, an. Die Unterrichtsinhalte der alten Privatschulen umfassen hauptsächlich das Erlernen der klassischen Schriften, Kalligrafie und das Verfassen von Aufsätzen.
Vor dem Jahr 2002, war Frau Lü Liwei eine Lehrerin für englische Sprache, an einer Grundschule der Stadt Xiamen, in der Provinz Fujian. Im Jahr 2002 bekam Lü Liwei eine Tochter. Nach der Geburt der Tochter, legte Frau Lü Liwei ihr Amt als Lehrerin ab und wurde Hausfrau, um dem Kind die beste Betreuung zukommen zu lassen. Als die Tochter das richtige Alter für den Kindergarten erreichte, ließ Frau Lü ihrer Tochter diesen nicht besuchen, sondern erzog die Tochter selbst. Zu Hause lehrte sie, gemäß den traditionellen Unterrichtsmethoden Chinas, ihre Tochter. Durch ihre Ausbildung konnte die Tochter nach kurzer Zeit Schriftzeichen erkennen und einfache Lesetexte vorlesen. Dadurch wurde Frau Lü Liwei zu einer bekannten Expertin ihres Heimatsortes für Kinderausbildung.
Im Jahr 2005 kam Frau Lü Liwei mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Shanghai und seither leben sie dort. Wegen der Tochter blieb sie weiter zu Hause. Anfangs gab sie zu Hause alleine ihrer Tochter Unterricht, später einigen Kindern aus anderen Familien in Shanghai. Bis zum August 2006 war Lü Liwei die Lehrerin von ca. 20 Kindern. Nach kurzer Zeit gründete sie eine private Schule, mit dem Titel „Meng mu tang“.