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Lü Liwei nutzte die Villa ihrer Familie als Privatschule. In China gibt es eine Erzählung, die sich im Volk verbreitet: Als Menzius, ein großer Philosoph der alten chinesischen Zeit, noch ein Kind war, zog die Mutter von Menzius 3 Mal, an einen neuen Ort um, um ihrem Sohn eine bessere Lernatmosphäre zu bieten. Letztendlich zog sie mit ihrem Sohn in eine Wohnung, die ganz in der Nähe von einer Schule lag. Schließlich wurde Menzius zu einem großen Gelehrten ausgebildet. Lü Liwei hoffte ebenfalls, dass an ihrer Privatschule, solch hervorragende Kinder ausgebildet werden können. Sie gab ihrer Schule deswegen den Namen – „Meng mu tang“ (Lehranstalt der Mutter von Menzius).
„Meng mu tang“ ist eine Internatsschule. Das Lernen und Leben, von den Kindern in „Meng mu tang“, erfolgt nach dem folgenden inhaltlichen Ablauf: Die Kinder stehen täglich um 6:00 Uhr morgens auf. Dann ziehen sich an und falten Bettdecken zusammen. Sie putzen sich die Zähne und waschen sich. Zum Abschluss verneigen sich ehrerbietig vor den Lehrern. Um 6:20 Uhr stehen alle Schüler und Lehrer stehen vor der Statue von Konfuzius. Um dem großen Weisen ihre Ehrerweisung zu bekunden, machen die Lehrer zuerst ehrerbietig 3 Mal die Begrüßung Yi (Yi: chinesische traditionell/steife Begrüßung, mit übereinander geschlagenen Händen). Danach folgen alle Schüler. In der Zeit von 8 bis 11 Uhr sind Texte zu lesen. Auf dem Tisch jedes Schülers liegt ein tragbarer CD-Player. Anfangs liest der Lehrer den Text vor und die Schüler schreiben nach den Worten des Lehrers. Danach lernt der Schüler mit Hilfe des CD-Players. Die Lehrstoffe von „Meng mu tang“ sind die chinesischen Werke der alten Zeit, wie z.B. „Menzius“, „Sprüche des Konfuzius“, „Regeln für Schüler“ u.v.m., sowie englische Werke. Von 11 bis 12 Uhr ist die Zeit, in der die Schüler Malerei-, Musik- und andere Unterrichtseinheiten belegen. Die Mittagspause dauert 90 Minuten. Am Nachmittag wiederholen die Kinder den Inhalt vom Vormittag. Abends ist Zeit zum Selbststudium, in der die Kinder ein Buch lesen, ihr Tagebuch schreiben, oder ein Bild malen. Um 20 Uhr gehen die Kinder zu Bett.
Bevor Zhu Ji „Meng mu tang“ besuchte, war er ein Schüler des zweiten Jahrgangs einer Schwerpunktgrundschule. An dieser Schwerpunktgrundschule gehörte Zhu Ji nicht zu den Schülern mit Bestleistungen und wurde nicht von den Lehrern geschätzt. Zhu Hong, der Vater von Zhu Ji, sagt: „Diese Schwerpunktgrundschule ist versessen auf das Streben nach Bestleistungen, die von Schülern erreicht werden sollen. Die Interessen und Vorlieben der Schüler werden allerdings übersehen. Ich hatte das Gefühl, dass mein Sohn von seiner Schule im Stich gelassen wurde. Unter einem Gefühl der Hilflosigkeit, begleitete ich meinen Sohn, um in der „Meng mu tang“ anzumelden.“
An der Privatschule „Meng mu tang“ streben die Lehrer nicht stur nach Bestleistungen der Schüler, sondern fördern sie entsprechend ihrer Begabung. Die Lehrer stellen Anforderungen, die dem Niveau und der Fähigkeit jedes Schülers entsprechen. Außerdem respektiert die Privatschule „Meng mu tang“ vollauf Interessen und Vorlieben jedes Schülers. In der „Meng mu tang“ sind die Kinder lebhaft und fröhlich, weil sie keinen Druck durch das Lernen auf ihre Psyche empfinden. Die Praxis hat bestätigt, dass die Privatschule „Meng mu tang“, im Bereich des Unterrichts, gute Erfolge erzielt hat. Hier geben wir ein Beispiel: Ein 6-jähriger Schüler des ersten Jahrgangs von der „Meng mu tang“ beherrscht durch ein jahrelanges Lernen, ein gutes Englischniveau, was ihm ermöglicht, über eine gute sprachliche Ausdrucksweise zu verfügen.
Ein Jahr später, war die Privatschule „Meng mu tang“ von Lü Liwei noch bekannter geworden. Es gab immer mehr Schüler, die sie besuchten. Einige Medien berichteten von dieser Privatschule. Ein weiteres Jahr später zog Lü Liwei mit ihrer Schule in ein anderes Wohngebiet um. Es gab viele Menschen, die gegen die, in einem Wohngebiet liegende, Privatschule waren. Nachdem die „Meng mu tang“ ins neue Wohngebiet kam, gab es immer noch viele Menschen, die gegen Lü Liwei waren. Sogar die zuständige Behörde verhindert die Arbeitsaufnahme der „Meng mu tang“.
Natürlich gibt es auch viele Menschen, die zu Frau Lü Liwei stehen. Sie meinen, dass die vorhandenen öffentlichen Schulen, manche Eltern mit ihren Kindern nicht befriedigen können. Viele Eltern wollen eine Schule, an der ihre Kinder eine vielseitigere und effektivere Ausbildung bekommen können. Sie meinen, dass eine Privatschule, im Vergleich zu einer öffentlichen Schule, besser für ihre Kinder ist. Deshalb setzen sich diese Eltern dafür ein, dass die heutigen Privatschulen, als eine rechtlich anerkannte Ausbildungsweise, anerkannt werden. Die Menschen, welche gegen die Privatschule sind, meinen, dass die Privatschule jährlich ein Schulgeld von 20.000 bis 30.000 Yuan pro Schüler erhebt, womit diese Gebührenordnung, gegen das „Schulpflichtgesetz“ Chinas verstoßt. Im Chinas „Schulpflichtgesetz“ ist festgelegt, dass die Schüler vom 1. bis 9. Jahrgang eine allgemeine, gebührenfreie Schulpflicht haben. Sie meinen zudem, dass der traditionelle Unterrichtsinhalt der Privatschule, mangels des Inhalts an dem modernen wissenschaftlichen und technischen Inhalten, nicht dem modernen Ausbildungssystem entsprechen kann.
Heute ist die Privatschule in China eine Neuheit. Welche Zukunft die gegenwärtigen Privatschulen haben kann, jetzt nur schwer prognostiziert werden. Die „Meng mu tang“ von Lü Liwei geht heute, trotz den vielen Schwierigkeiten, weiter ihren Weg.