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Das alte Dorf Xilai
Text von Li Xiaodong Fotografien von Yang Liang

„Xi Lai Gu Zhen“ (zu Deutsch: der Westen kommt ins altertümliche Dorf) ist ein Name, der aus einer alten Sage stammt. Der Sage nach gab es ein schlimmes Hochwasser. Damals gab es westlich eines altertümlichen Dorfes einen Kaiserschrein, zu Ehren von Kaiser Guan Yu (160 - 219), der von den Fluten erfasst wurde. Die Statue, welche sein Antlitz wiedergab, wurde vom Wasser bis in den Osten des Dorfes getragen. Die Leute glaubten, dass es sich um ein segenreiches Zeichen aus dem Himmel handelte. Durch dieses Ereignis entstand der Name Xi Lai (zu Deutsch: von Westen kommend). Die Ortschaft ist bekannt für Zhitie und ihren Tee. Diese Dinge wurden mit Fackeln aus den Bergen und dann über den Fluss bis nach Chengdu geschickt.

Es gibt zwei Aushängeschilder der Ortschaft.  Eines befindet sich an der vierten alten Straße, in der Ortsmitte.  Bei einem Gebäude dort wird gesagt, dass es das älteste Bauprojekt der Provinz Sichuan ist.  Es wurde damals sehr früh von Kaufleuten finanziert und am Fluss errichtet. Diese alten Räumlichkeiten dienten dem Handel. In der Folgezeit stand es eine Zeit leer und verkam. Bis heute wird es als Wohngebäude verwendet. In vielen Fernseh- und Filmproduktionen dient es als Kulisse. Die Zahl der Touristen im Ort ist im Vergleich zu anderen altertümlichen Ortschaften etwas höher. Wenn man die Nebensaison erwischt, kann man die klaren und stillen Gassen, mit ihren kaffeefarbenen Holzbauten in aller Ruhe und Stille betrachten. Wegen der Stille, die hier besteht, hat die lokale Regierung ein Programm beschlossen, diesen Ort zu einem Tourismusprogramm zu gestalten, das meditative Betrachtung von Kultur als Hauptthema hat.

Die zweite repräsentative Stelle sind die 12 alten Feigenbäume am Pujiang. Jeder dieser Bäume hat eine Geschichte und eine Legende. Die Leute, welche nach Xilai kommen, fragen alle nach dem Alter der Bäume und versuchen, sich mit den Händen haltend, den Baum gemeinsam zu umfassen. Manche binden rote Bändchen an den Baum, um damit dem Leben den Dank auszurichten und um Glück zu bitten. Der pensionierte Mittelschulrektor Zhang aus dem Ort sagt, dass die Bäume hier als Hundert-Früchte-Bäume bezeichnet werden. Sein Großvater erzählte ihm einst, dass die Bäume schon zu seiner Kindheit so groß waren. Somit kann damit gerechnet werden, dass sie schon einige tausend Jahre Geschichte haben. Mit dem Blick auf eine kleine Bergkette am nördlichen Flussufer erzählt uns der Bürgermeister Lao Wang die interessanteste Geschichte. Er berichtet, dass die Berge früher als Stadt der Yi bezeichnet wurde. In der alten Zeit lebte dort eine Minderheit. Die Ortsansässigen glaubten, dass die Nationalität in den Bergen über einen sagenhaften Reichtum und geheimnisvolle Schätze verfügte. Die Legende berichtet von einer Höhle, in der alle Schätze verborgen waren. Vor der Befreiung gab es einst einen Zimmermann mit dem Namen Wang, der die Höhle gefunden hatte. In der Höhle wohnten einige kleine Hühner.  Aus der Höhle wurden sehr viele wertvolle Haushaltsgegenstände weggebracht, die sich bei ihm zuhause alle in Gold verwandelten. Die Legende berichtet, dass dies so weiterging bis zur Zeit des „Großen Sprung nach Vorne“ nach der Befreiung. Die Leute im Dorf besaßen die Opferbereitschaft, die Schätze dem Land zur Verfügung zu stellen. Sie haben fast den ganzen Berg einmal abgetragen.

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