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He Yanyun und der Dunhuang Tanz
Artikel von Jing Bo und Zong Weibing Bilder von Zong Weibing

In der Höhle Nr. 112 der Mogao Höhlen von Dunhuang, in der Provinz Gansu, kann man eine Wandmalerei mit dem Titel „Singmädchen“ sehen. Das Werk „Singmädchen“ zeigt uns ein schönes Mädchen, mit umgekleidetem Oberkörper. In den Händen hält sie eine Pipa (vierseitige chinesische Laute). Sie tanzt beschwingt im Himmelreich und vollführt bezaubernde Bewegungen. Damit wird die meisterhafte Kunstfertigkeit dieser Tänzerinnen dargestellt. Der dargestellte Tanzstil ist als Dunhuang Tanz  bekannt. 

In Unterrichtsräumen kann man häufig beobachten, dass Lehrerinnen, den Studentinnen, Unterricht im Dunhuang Tanz geben. So auch He Yanzun, Professorin der Beijing Tanzhochschule. Sie ist eine berühmte Tänzerin in China und übernahm auch die Hauptrolle im Tanzdrama „Blumenregen auf der Seidenstraße“. 

Vor 30 Jahren erregte das Tanzdrama „Blumenregen auf der Seidenstraße“, welches von der Gesang- und Tanzgruppe der Provinz Gansu vorgeführt wurde,  großes Aufsehen. Es genoss im In- und Ausland eine sehr positive Resonanz. Das Tanzdrama erzählt, durch elegante und moderne Tanzkunst, die Geschichte des Mädchens Ying Niang, einer Tänzerin der Tang-Dynastie, mit einem sehr wechselvollen Schicksal. Es besingt die Freundschaft zwischen der chinesischen und der ausländischen Bevölkerung der antiken Seidenstraße. 

Vor 30 Jahren war He Yanyun 22 Jahre alt. Damals gelang ihr in der Hauptrolle Ying Niang des Tanzdramas „Blumenregen auf der Seidenstraße“ der große Durchbruch. Sie wurde sie im ganzen Land sowie auf der ganzen Welt bekannt. Aus diesem Grund zählt sie zu den ersten Künstlern, die den Dunhuang Tanz darbieten. Sie hat mit dem Dunhuang Tanz einen neuen Tanzstil geschaffen. 

Bei der Produktion des Tanzdramas „Blumenregen auf der Seidenstraße“ hatte He Yanyun dreimal die Mogao-Höhlen in Dunhuang besucht. Aus den Bildern der Tanzbewegungen, von den Figuren in den dortigen Wandmalereien, konstruierte sie eine Abfolge. Sie fügte die unbeweglichen Tanzbewegungen der Reihe nach zusammen. Dadurch schuf und belebte sie durch Wandmalereien den Dunhuang Tanz. Der Tanz hat die Arten der klassischen Tanzrichtungen in China bereichert. Er wird als ein ausgezeichneter klassischer Tanzstil hochgeschätzt. 

Das Tanzdrama „Blumenregen auf der Seidenstraße“ gewann auf dem Festival des nationalen Kulturprogramms, zum 30. Nationalfeiertag, den ersten Preis für kreatives Schaffen und den ersten Preis für Schauspielkunst. Ferner wurde es mit dem Goldpreis für klassische Kunst, als chinesischer Nationaltanz des 20. Jahrhunderts, ausgezeichnet. He Yanyun war wegen des großen Beitrags, zur klassischen Tanzkunst in China, in jungem Alter, zur stellvertretenden Präsidentin der Gesellschaft von Tänzern, der Provinz Gansu, und zum Mitglied Ausschusses des chinesischen Jugendverbandes, gewählt worden. Sechs Jahre lang hatte He Yanyun immer die Hauptrolle des Tanzdramas „Blumenregen auf der Seidenstraße“ gespielt. Dieses Drama wurde nicht nur im ganzen Land, sondern auch in Frankreich, Italien, Russland, Japan, Thailand und Korea vorgeführt. Es hatte mit der ausgezeichneten klassisch-chinesischen Tanzkunst die Zuschauer, im In- und Ausland, überwältigt. Im Jahr 1983 wurde das Tanzdrama „Blumenregen auf der Seidenstraße“ von den Xi’an Filmstudios verfilmt. In diesem Tanzfilm spielte He Yanyun ebenfalls die Hauptrolle Ying Niang. 

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