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Das moderne Dorf Penghua
Artikel und Bilder von Chen Jian

 

Vor dem Frühlingsfest im Jahr 2010, besuchte ich zum dritten Mal das Dorf Penghua. Als ich in das Dorf trat, offenbarte sich mir eine unglaubliche und zugleich schöne Szenerie: Die Schule, Wohnungen, Straßen und Brücken weisen keine Spuren einer Erdbebenkatastrophe auf. Graue Backsteine, weiße Wände und Rapsblumen bilden sich zu einem malerische erscheinenden Anblick. Die Dorfbewohner befinden sich in fröhlicher Atmosphäre, welche regelmäßig kurz vor dem Frühlingsfest aufkommt. Dieses kleine Dorf, im Westen der Provinz Sichuan, sieht jetzt aus, wie ein Paradies. 

Das Dorf Penghua liegt in der Stadt Mianzhu, der Provinz Sichuan. Das Erdbeben, am 12. Mai 2008, zerstörte das gesamte Dorf. 40 Menschen starben, 80 Menschen wurden verletzt, fast alle Wohnungen wurden zerstört. Der finanzielle Schaden betrug mehr als 16 Millionen Yuan. 

Das Dorf Penghua ist einer der Ursprungsorte, aus denen die Kunst der Mianzhu Neujahrsbilder stammt. Von alters her gehören die Mianzhu Neujahrsbilder zu den vier bekanntesten Arten an Neujahrsbildern in China. Vor dem Erdbeben war Penghua ein wohlhabendes Dorf. Die meisten Dorfbewohner beschäftigten sich mit der Herstellung der Neujahrsbilder und beschäftigten sich im Tourismusgewerbe. Vor dem Erdbeben war die Familie von Chen Jiafu bereits ein ortsbekannter und wohlhabender Haushalt. Durch den Betrieb des lokalen Tourismusgewerbes und dem Sticken von Neujahrsbildern, konnte die fünfköpfige Familie jedes Jahr, einige Zehntausend Yuan, Einkommen erwirtschaften. 

Kurz nach dem Erdbeben erhielt die Familie 19.000 Yuan Katastrophenhilfe von der Ortsregierung, 10.000 Yuan vom Roten Kreuz und 40.000 Yuan Geldspenden von einem Wohltätigkeitsverband in Shenzhen. Die Banken gewährten auch jedem, vom dem Erdbeben heimgesuchten Haushalt, einen zinsfreien Kredit in Höhe von 20.000 Yuan.  

Nach dem Erdbeben ging ein Bauprojektunternehmen aus der Provinz Jiangsu ins Dorf Penghua und baute für die Dorfbewohner eine Lernanstalt für die Herstellung von Mianzhu Neujahrsbildern. Diese Lernanstalt benötigte eine Investition von ca. 10 Millionen Yuan. Dort können, die Mädchen und die jungen Frauen, die traditionelle Suzhou-Stickerei lernen. 

Penghua ist ein schönes Dorf. Im Frühling blühen überall Birnenbäume und im Herbst ist die Erntezeit für das Obst. Vor dem Erdbeben gab es jährlich, im Frühling und Herbst, viele Touristen, die das Dorf Penghua besuchten. Seit Anfang 2009 lebte das touristische Gewerbe von Penghua wieder auf und abermals besuchten viele Touristen das Dorf. Außerdem erschienen, im Jahr 2009, die Neujahrsbilder aus Penghua, wieder auf den in- und ausländischen Märkten. 

Seit Juni 2008 begannen Forschungseinrichtungen, wie die Akademie der Agrarwissenschaften der Provinz Sichuan, das biologische Forschungsinstitut der Stadt Chengdu, die landwirtschaftliche Universität Sichuan und die Sichuan Universität gemeinsam damit, ein Projekt mit dem Titel „Wissenschaftlicher und technischer Versuchsort, für den Aufbau neuer Dörfer nach der Erdbebenkatastrophe“, ins Leben zu rufen. Das Projekt wird, für die Bewohner des Dorfes Penghua, ein durchschnittliches Jahreseinkommen pro Kopf von 10.000 Yuan bringen.

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