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Die Quelle der zwei großen Flüsse Changjiang (Yangtse) und Huanghe (Gelber Fluss) liegt im Hochland von Qinghai und Tibet. Sie fließt mit der Quelle des Flusses Lancang, im Gebiet Sanjiangyuan (deutsch: Quelle der drei Flüsse) zusammen. Das Gebiet Sanjiangyuan besitzt nicht nur eine weltweit einzigartige organische Vielfalt, sondern es ist auch das wichtigste Wasserquellgebiet in China und sogar ganz Asien. Es wird als „Wasserturm von China“ bezeichnet.
Nach einer wissenschaftlichen Statistik ist die Temperatur der Luft, im Hochland von Qinghai und Tibet, im Vergleich zu der von anderen Gebieten der Welt, um das 3-fache gestiegen. Mit einer so rasanten Veränderung des globalen Klimas, erfährt unvermeidlich das Klima im Hochland von Qinghai und Tibet ebenfalls eine große Veränderung. Manche Wissenschaftler sagen, dass im Hochland von Qinghai und Tibet der Ursprungsort für die weltweite Klimaveränderung liegt.
Der verschwindende See Xing Xiu Hai
Der See Xing Xiu Hai liegt im Quellgebiet des Flusses Huanghe, am nördlichen Fuß des Bayan Har Gebirges, im Hochland von Qinghai und Tibet. Es weist zahlreiche Seen auf. Das Gebiet vom See Xing Xiu Hai liegt auf einer Höhe von 4500 Metern über dem Meer. Der See Xing Xiu Hai wird, von alters her, als Quellgebiet des Flusses Huanghe gesehen. Die Flüsse Yue Gu Zong Lie und Ka Ri Qu bilden sich, nachdem sie im Becken Yue Gu Zong Lie zum Fluss Maqu zusammengeflossen sind. Es ist der anfängliche Abschnitt vom Flusslauf des Huanghe. Der Fluss Maqu fließt ca. 16 km ostwärts und mündet dann in den See Xing Xiu Hai.
Das Gebiet vom Xing Xiu Hai See, ist ein lang gestrecktes Becken, mit einer Länge von mehr als 30 km und einer Breite von mehr als 10 km. Laut der Geschichte, verteilten sich dort einige Hunderte von großen und kleinen Seen, welche alle verschiedenförmig waren. Es gab viele Vogel-, Tier-, Pflanzen- und Fischarten. Im Jahr 1972 erforschte Ru Suichu, Fotoreporter von „China im Bild“, die Quelle des Flusses Huanghe und machte Aufnahmen vom Xing Xiu Hai See. Die Fotos von Ru Suichu zeigen, dass das Gebiet vom See Xing Xiu Hai, in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts, noch ein Ort mit zahlreichen Seen und Mooren, sowie gedeihenden Pflanzen und auch ein Paradies für die Vögel und Tiere, war.
Heutzutage ist im Gebiet vom Xing Xiu Hai See schon kein See mehr, sondern nur noch ein ausdörrender Seegrund und eine verwilderte Wüste, zu sehen. Über die Ursachen, für das Verschwinden des Xing Xiu Hai Sees, sagt der geologische Wissenschaftler Xin Yuanhong: „Klimaveränderung und Temperaturanstieg haben dazu geführt, dass der unterirdische Permafrostboden des Gebietes vom Xing Xiu Hai See geschmolzen ist und das Oberflächenwasser schnell nach unten versickert. Das Hochland hat keine geologische Grundlage zur Bildung von Sumpfsees mehr. Deshalb sind die Seen und Sümpfe ausgetrocknet.“