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Die Dungan in Kazakhstan
Text von Su Yaomin

Hochzeit im Stil der Qing-Zeit
Eine Dungan-Schule in Kazakhstan
Sanzi ist heute immer noch ein traditionelles Essen von den Dungan.
Die Dungan-Kinder

In den Sechziger- bis Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts erhob sich die große Bewegung von dem Taiping-Reich (,,Reich des ewigen Friedens“, 1852 – 1864) gegen die Regierung der Qing-Dynastie (1644 – 1911). Die Volksmassen der Hui-Nationalität und anderer Nationalitäten in Shaanxi, Gansu und Ningxia Nordwestchinas standen dazwischen auch der Regierung der Qing-Dynastei auf. Nach dem Verlieren des Aufstands, um dem Schlag von der Qing-Regierung auszuweichen, marschierten ungefähr 10 000 Aufständischen nach West. Sie überstiegen das Tianshan Gebirge, gelangten schließlich an das Mittelasien und lassen sich seither dort nieder. Sie werden von ortsansässigen Menschen als ,,Dungan“-Menschen genannt. ,,Dungan“ bedeutet ,,Menschen aus dem Osten“.

Heutzutage gibt es im Mittelasien ca. 130 000 Dungan. Sie leben überwiegend in Kazakhstan, Kyrgyzstan und Uzbekistan. Allein in Kazakhstan leben 50 000 bis 60 000 Dungan. Die meisten Dungan flüchteten zu Ende der Qing-Dynastie von Shaanxi, Gansu und Ningxia, hauptsächlich von Shaanxi, ins Mittelasien und leben dort seither schon mehr als 130 Jahren. Bei den Dungan haben sich viele Sitten und Gebräuche der Qing-Zeit bis heute bewahrt. Die Dungan hat eigenes Schriftzeichen – die Dungan-Schrift, welche eine Verbindung der russischen Buchstaben mit dem Shaanxi-Dialekt Chinas ist. Die meisten Dungan können die russische Sprache und auch den Shaanxi-Dialekt sprechen. Jeder der Dungan hat einen chinesischen Namen und gleichzeitig einen russischen Namen. 

In Dzhambul, einem Land von Kazakhstan, gibt es ein Dungan-Dorf. Das Dorf wird als ,,Shaanxi-Dorf“ bezeichnet, wird ganz von den Dungan bewohnt. Die Dorfbewohner sind Nachfahren der Shaanxier Chinas. Dort haben sich die Sitten und Gebräuche bis heute noch gut bewahrt. Die alten Menschen tragen die Kleidungen im Stil der Qing-Zeit und die jungen Menschen bekommen am Tag der Eheschließung eine große traditionelle Hochzeit im Stil der Qing-Zeit. Im Dungan- Dorf beträgt das Jahreseinkommen pro Haushalt etwa 3000 bis 4000 US-Dollar. Jeder Haushalt verfügt übe 1 bis 2 Autos. 

Seit den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts ist der wirtschaftliche und kulturelle Austausch zwischen dem Dungan-Dorf und der Provinz Shaanxi Chinas mehr und mehr ständig zugenommen. Immer mehr Dungan haben den Grenzhandel betrieben. Sie haben von China moderne Anlagen für die Herstellung von dem Backstein, Keks und den Lackfarben eingeführt. In den letzten einigen Jahren haben sie von China moderne Gemüsebautechnik eingeführt. 

Die Dungan in Kazakhstan beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Gemüsebau, Die Gemüse sind mit Tomate, Gurke, Knoblauch und Porree als Hauptsorte, werden in Kazakhstan und in Nachbarländern verkauft. Heute in Kazakhstan gibt es eine größere Hälfte der Gemüse, die von den Dungan angebaut werden. 

Die Dungan essen Lamian (handgemachte Nudeln) gerne. Diese Lamian schmeckt sehr gut, wird deswegen in Kazakhstan als ,,Dungan-Lamian“ genannt. Sie ist in mehr als 100 Jahren von Generation zu Generation überliefert. In vielen Restaurants in Kazakhstan können die Gäste die Dungan-Lamian probieren. 

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